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Loewe-Vorhaben

VeWA Vergangene Warmzeiten als natürliche Analoge unserer 'hoch-CO2' Klimazukunft

Was erwartet uns, wenn sich der Kohlendioxid-Gehalt der Atmosphäre gegenüber dem vorindustriellen Wert nahezu verdoppelt? Nach Schätzungen des Internationalen Klimarats IPCC ist mit einem solchen Treibhausklima ohne effektive Gegensteuerung noch in diesem Jahrhundert zu rechnen. In der Geschichte der Erde gab es vergleichbar hohe CO2-Werte zuletzt vor mehr als 35 Millionen Jahren, im Paläogen. Im VeWA-Schwerpunkt haben sich Geologen, Biologen, Geografen und Klimamodellierer zusammengeschlossen, um das Paläoklima und die Paläoumwelt von solchen hoch-CO2-Perioden als potentielle Analoge quantitativ zu erforschen, idealerweise in bis zu saisonaler Auflösung. Den Rückblick in die Vergangenheit versteht das VeWA-Team zugleich als Fenster in die Zukunft, nachdem Klimamodelle zur Klimavorhersage auch an die geologische Vergangenheit angewandt und dadurch getestet werden können. VeWA verwendet als Klimaarchive die Zusammensetzung mariner Organismen und jene von Sedimenten am Land, was auch die hessische Welterbe-Stätte Messel einschließt. Insgesamt will VeWA u.a. das Klima auf dem Land und im Meer, die Chemie des Ozeans und die Entwicklung der Artenvielfalt von hoch-CO2-Welten rekonstruieren. Die Ergebnisse und Hintergründe werden in einer Mitmach-Ausstellung im Senckenberg Museum für Laien verständlich präsentiert werden.

LOEWE-Schwerpunkt

Partner

  • Goethe-Universität Frankfurt (Federführung)
  • Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung (SGN), Frankfurt am Main

Fachrichtungen

  • FB11 Geowissenschaften/Geographie (Institut für Geowissenschaften, Institut für Atmosphäre und Umwelt, Institut für Physische Geografie)

Förderzeitraum

seit 2020

Sprecher

  • Prof. Dr. Wolfgang Müller, Goethe-Universität Frankfurt

Standorte

  • Frankfurt am Main

Weiterführende Informationen