Termine

Mär2023

Wissenschaft & Familie: Männer sind gefragt! Wie wir endlich den Sprung zu einer Vereinbarkeit von Karriere und Familie schaffen. Podiumsdiskussion, moderiert von Jochen Breyer

An deutschen Universitäten und auch in anderen Berufsfeldern in Deutschland wird seit sehr vielen Jahren über den geringen Frauenanteil in höheren Karrierestufen geklagt – an Universitäten vor allem über die geringe Anzahl der Professorinnen. Dabei strengen sich Universitäten nun schon lange sehr an, diesen Zustand zu ändern. So gibt es immer mehr Frauenförderprogramme und jährlich werden neue Aktivitäten erdacht und umgesetzt. Aber trotz aller Bemühungen steigt der Frauenanteil unter Professorinnen kaum. Warum?

Wichtige Gründe dafür sind gesamtgesellschaftlicher Art, die sich nicht allein über Aktivitäten an Universitäten eliminieren lassen. Das Ausscheiden vieler Frauen aus der Wissenschaft nach der Promotion im Alter um die 30 Jahre ist leider eine Tatsache. Viele meinen oder erleben, dass eine wissenschaftliche Karriere nicht oder nur sehr schwer mit ‚Familie‘ vereinbar ist. Warum?  

Zum einen erfordern wissenschaftliche Karrieren einen intensiven Zeiteinsatz und in experimentellen Fächern ist auch eine sehr hohe Präsenzzeit – unter anderem wegen der Arbeit in Laboren – unabdingbar. Außerdem liegen Laboraufenthalte und Messzeiten häufig jenseits ‚normaler‘ Regelarbeitszeiten. Auch ist eine Karriere in der Wissenschaft mit zahlreichen Konferenzreisen, beruflichen Ortswechseln und Auslandsaufenthalten verbunden. Dazu kommt, dass der größte Anteil an Hausarbeit, Versorgung oder Betreuung von Familienmitgliedern in Deutschland weiterhin von Frauen geleistet wird.

Dabei gibt es Lösungen für diese Herausforderungen, die aber nicht oder nur sporadisch umgesetzt werden, auch, weil es uns in Deutschland an Vorbildern fehlt – Vorbilder besserer Elternzeit- und Teilzeitsysteme, wie sie zum Beispiel in skandinavischen Ländern bestehen, insbesondere aber auch Männer, die anderen Männern als Vorbilder dienen und Mut machen könnten. Männer, die die Karriere ihrer Partnerinnen unterstützen, indem sie wesentliche Beiträge im Haushalt, bei der Kinderbetreuung oder bei der Pflege anderer Familienmitglieder leisten. Solche Beispiele finden sich auch hier bei uns: Männer, die sich entschieden haben, ihre eigene Karriere ganz oder zum Teil zurückzustellen sowie Partnerschaften, in denen beide beruflich vorankommen – die dual career couples. Über die damit verbundenen Herausforderungen und möglichen Lösungsansätze möchten wir ins Gespräch kommen – gemeinsam mit engagierten Männern die wir zu diesem Anlass auf unser Podium geholt haben.

Moderiert wird die Diskussion von Jochen Breyer, vor allem bekannt als sympathischer und kompetenter Sportmoderator, der sich bei seiner Arbeit als Journalist immer wieder auch durch seinen Mut auszeichnet, gesellschaftskritische Themen anzusprechen und näher zu beleuchten.

Wissenschaft & Familie: Männer sind gefragt!

Podiumsdiskussion mit Moderator Jochen Breyer, am 24. März 2023, 11:30 – 12:45 Uhr, Wilhelm-Köhler-Saal, Gebäude S1|03, Hochschulstraße 1, TU Darmstadt.

Um besser planen zu können, wird um eine formlose Anmeldung an flowforlife@emergencity.de gebeten (gerne als Privatperson oder mit Angabe des Arbeitgebers).

Auf dem Podium:

- Dr. Franz Baumdicker: Mathematiker, Forschungsgruppenleiter an der Universität Tübingen, verheiratet mit einer Mathematikprofessorin der TU Darmstadt. Beide verfolgen eine Karriere in der Wissenschaft und teilen die Elternzeiten und Betreuung ihrer drei Kinder untereinander auf. Er spricht über die Herausforderungen und Vorteile als dual career couple.

- Dr. Sebastian Braun: Biologe, Wissenschaftler an der Universität Lund, Schweden. Seine Frau (Ärztin) und er arbeiten beide in Teilzeit und haben drei Kinder. Er spricht über schwedische Konzepte und Beispiele aus seinem Umfeld.

- Dr. Kim Bräuer: Soziologin, TU Braunschweig – Arbeit und Organisation, wissenschaftliche Arbeiten zu Vätern in Elternzeit. Sie leitet das Väter-Projekt "You don't need to be Superheroes": Einblicke in die vielfältigen Lebenslagen von Vätern. Hat selbst ein Kind.

- Dr. Florian Kaffarnik: Biologe, verheiratet mit einer Germanistik-Professorin der TU Darmstadt. Er hat sich gegen eine eigene Karriere in der Wissenschaft entschieden und kümmert sich um die drei gemeinsamen Kinder und den Haushalt.

Die Veranstaltung wird von den LOEWE-Forschungsverbünden FLOW FOR LIFE und emergenCITY der TU Darmstadt gemeinsam mit ProLOEWE organisiert.

LOEWE ist das hessische Programm zur Förderung von Spitzenforschung und bundesweit einmalig. Die Abkürzung steht für Landes-Offensive zur Entwicklung wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz.

Weitere Informationen zu den LOEWE-Vorhaben finden sie unter www.tu-darmstadt.de/flowforlife, www.emergencity.de oder proloewe.de.

 

Nov2022

Kuratorinnenführung mit Lisa Voigt und Dr. Andrea Weidt zur LOEWE-VeWA-Sonderausstellung „Klimawissen schaffen“ am 30.11., um 18 Uhr im Senckenberg Naturmuseum

Vorbereitungen für die Sonderausstellung „Klimawissen schaffen“. Hier war der Raum noch ganz leer.
© Loredana Sofìa Pellizzon
Vorbereitungen für die Sonderausstellung „Klimawissen schaffen“. Hier war der Raum noch ganz leer.

Wie erforschen Naturwissenschaftler:innen das Klima der Vergangenheit? Und wie hilft dieses Wissen dabei, unsere Klimazukunft besser zu verstehen? 

Diese Fragen beantworten die Kuratorinnen und Mitarbeiterinnen von LOEWE- „VeWA - Vergangene Warmzeiten“, Lisa Voigt und Dr. Andrea Weidt am 30. November ab 18 Uhr mit ihrer Führung durch die neue Sonderausstellung „Klimawissen schaffen. Was die Vergangenheit über die Zukunft weiß.“ im Senckenberg Naturmuseum Frankfurt am Main. Sie werden auch darüber berichten, wie die Forschung ins Museum kommt, welche Prozesse und Herangehensweisen im Planungsprozess dieser Ausstellung eine Rolle gespielt haben – und was ihre ganz persönlichen Highlights sind.

Die Ausstellung „Klimawissen schaffen“ zeigt am Beispiel der Paläoklimaforschung, also der Forschung über das Klima der Vergangenheit, wie Wissenschaft funktioniert. Sie zeigt die Gesichter hinter der Forschung und begleitet die Wissenschaftler:innen der Goethe-Universität Frankfurt und der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung bei ihrer Spurensuche in die Erdvergangenheit.

Es ist keine Anmeldung erforderlich. 

LOEWE-Architekturen des Ordnens: Zoom-Vortrag von Dr. Ioanna Piniara zu „Wohngemeinschaften für die ‚Neue Frau‘ des Deutschen Werkbundes, 28.11., 18 Uhr

Dr. Ioanna Piniara, Architektin und im Sommersemester 2022 Fellow im LOEWE-Schwerpunkt Architekturen des Ordnens hält am 28.11. um 18 Uhr einen Vortrag zum Thema: Die Wohnungsfrage ist eine feministische Frage: Wohngemeinschaften für die „Neue Frau“ des Deutschen Werkbundes. Die Veranstaltung findet online und im Rahmen der CCSA Talks statt.

Piniaras Forschung operiert an der Schnittstelle von feministischen Studien, Architekturgeschichte und dem Commons-Diskurs, ein auf Selbstorganisation und Fürsorge basierender Ansatz, mit dem Ziel, letzteren als radikale Theorie und Praxis für die Konzeptualisierung eines gerechten kollektiven Lebens zu bereichern. Ihr Forschungsprojekt verwendet die theoretische Rahmung des Feminismus durch die Commons, die die Befreiung von Frauen aus kapitalistischer und patriarchalischer Ausbeutung unterstützt, indem sie ihre Unterdrückung durch die Last der reproduktiven Arbeit im massenproduzierten Kleinfamilienwohnungstyp des 20. Jahrhunderts anerkennt.

Als Beitrag zu diesem Rahmen untersucht das Projekt den Kontext der Entstehung einer „neuen Frau“ in der frühen Weimarer Republik. Insbesondere werden zwei von Frauen in den 1910er-Jahren entworfene kollektive Wohnmodelle untersucht sowie die Art und Weise, wie feministische Kämpfe für eine neue Gesellschaftsordnung in feministischen Bewegungen propagiert wurden und die erste Generation praktizierender Architektinnen in Deutschland zu einer Neukonzeption des Wohnens befähigten.

Zwei Fallbeispiele, das „Haus der Frau“ auf der Werkbundausstellung 1914 und das „Haus in der Sonne“ in Berlin und Potsdam, dokumentieren die Wahrnehmung der „Rolle der Frau in der modernen Gesellschaft“ und deren gestalterischen Ausdruck sowohl innerhalb einer formellen Bewegung (Werkbund) als auch in der Praxis. Durch ihre historische und typologische Lesart zielt das Projekt darauf ab, die Radikalität dieser Architekturen bei der administrativen und typologischen Unterbringung feministischer Ansprüche zu untersuchen. Indem die Wohnungsfrage als feministische Frage aufgegriffen wird, evaluiert das Close Reading die Möglichkeiten, die sich aus einer räumlichen Ordnung ergeben, die den unterschiedlichen Rollen von Frauen jenseits von Ehefrau und Kinderbetreuerin Rechnung trägt. Mit anderen Worten bewertet sie das Potenzial räumlicher Ordnungen, neue soziale Ordnungen und Strukturen denkbar zu machen.

LOEWE-VeWA: Wissenschaft Live in der Aha?! Forschungswerkstatt mit Michelle Sandbrink, am 26.11., von 14 –16 Uhr im Senckenberg Naturmuseum Frankfurt

Kalkalgen werden unter dem Mikroskop gezählt
© Michelle Sandbrink
Kalkalgen werden unter dem Mikroskop gezählt

Am 26. November veranstaltet der LOEWE-Schwerpunkt „VeWA - Vergangene Warmzeiten als natürliche Analoge unserer 'hoch-CO2' Klimazukunft“ des Senckenberg Naturmuseums Frankfurt am Main die Forschungswerkstatt „Wissenschaft Live in der Aha?!“. Mikro-Paläontologin Michelle Sandbrink erklärt, was versteinerte Kalkalgen, auch Coccolithophoriden genannt, über das Klima der Vergangenheit verraten können. Zudem besteht die Möglichkeit, beim Mikroskopieren dieser Organismen zuzusehen, versteinerte Kalkalgen zu berühren und Frau Sandbrink Fragen zu ihrer Arbeit zu stellen.

Es ist keine Anmeldung erforderlich, nur der Museumseintritt wird erhoben.

Die „Aha?! Forschungswerkstatt“ ist der neue Mitmachbereich im Senckenberg Naturmuseum Frankfurt. Hier können Besucherinnen und Besucher selbst aktiv werden: faszinierende Objekte aus der Natur untersuchen, bei echten Forschungsprojekten mithelfen und mit Wissenschaftler:innen aus dem Haus persönlich ins Gespräch kommen.

Die Naturforschung lebt von der Faszination, unbekannte Dinge zu entdecken, Zusammenhänge zu begreifen und die Welt Stück für Stück besser zu verstehen. In der Aha?! Forschungswerkstatt kann jeder – frei von seiner Neugier und eigenen Impulsen geleitet – eigenen Forschungsfragen nachgehen und naturwissenschaftlichen Phänomenen auf die Spur kommen.

„Von der Symmetrie zum maschinellen Lernen“ LOEWE-FLAME-inar Talk 24, 10.11. 2022, 16 Uhr, via ZOOM

„Von der Symmetrie zum maschinellen Lernen“ ist Thema des LOEWE-FLAME-inars Nummer 24 zu dem Prof. Dr. Hongbin Zhang, Wissenschaftler bei LOEWE-FLAME, am 10. November 2022, ab 16 Uhr spricht.  „Ferroelektrische und antiferroelektrische Materialien, die von elektrischen Feldern angetrieben werden, bieten ein breites Spektrum an Anwendungsmöglichkeiten. Das mechanistische Verständnis solcher strukturellen Übergänge ist jedoch immer noch schwer zu fassen.“ so Prof. Zhang. „Daher werde ich in meinem Vortrag darauf eingehen, wie Symmetrieanalyse und maschinelles Lernen angewendet werden können, um Physik zu verstehen.“ Am Beispiel von NaNbO3 wird der Ursprung der antiferroelektrischen und ferroelektrischen Phasen auf der Ebene der elektronischen Struktur anhand der Pseudo-Jahn-Teller-Theorie aufgeklärt.

Hongbin Zhang promovierte 2009 in Theoretischer Physik an der TU Dresden. Nach zwei Postdoktorandenstellen am FZ Jülich und an der Rutgers University wechselte er 2015 als Juniorprofessor an die TU Darmstadt und wurde 2021 angestellt. Zu den Hauptforschungsthemen in seinem Arbeitsbereich gehört Materialdesign auf der Grundlage von Hochdurchsatz-Dichtefunktionaltheorie-Berechnungen, inverses Design durch generatives maschinelles Lernen und Bayes'sche Optimierung und Modellierung von Phasendiagrammen, die die DFT- und CALPHAD-Methoden kombinieren.

Organisiert werden die FLAME-inare vom LOEWE-Schwerpunkt FLAME an der TU Darmstadt, in dem elektronische-Struktur-Eigenschaftsbeziehungen entwickelt und genutzt werden, um neuartige bleifreie antiferroelektrische Verbindungen zu realisieren. Die Seminare werden Experten für Verarbeitung, Charakterisierung und Theorie versammeln, um Materialien und Anwendungen, Massen- und Dünnschichten, grundlegende Eigenschaften, elektronische Struktur und Defekte und verwandte Aspekte zu diskutieren.

Die Vortragsreihe „CMMS Talks“ des LOEWE-Schwerpunkts CMMS mit Wissenschaftler:innen aus dem In- und Ausland startet wieder am 10. November, am Frankfurt Institute for Advanced Studies

© iStock/weerapatkiatdumrong

Der LOEWE-Schwerpunkt CMMS (Mehrskalen-Modellierung in den Lebenswissenschaften) veranstaltet im Wintersemester 2022/23 erneut die Vortragsreihe „CMMS Talks". Den Auftakt machen Dr. Kerstin Hünninger und Prof. Marc Thilo Figge von der Universität Jena und dem Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie – Hans-Knöll-Institut zum Thema „Systembiologie der Infektion“.

Systembiologie ist die kombinierte Anwendung von Experiment und Theorie mit dem Ziel, ein quantitatives Verständnis biologischer Systeme zu erlangen. In dem Vortrag beschäftigen sich die Referent:innen mit systembiologischen Arbeiten zu Blutbahninfektionen durch humanpathogene Pilze in Theorie und Praxis. Hünninger und Figge sprechen zudem über die Entwicklung dieses Forschungsbereichs und seiner zugrunde liegenden Philosophie, die letztendlich zur Übertragung von Erkenntnissen aus der Grundlagenforschung in die klinische Praxis führen soll.

Mit dieser Vortragsreihe bringen externe Sprecher:innen  eigene Impulse aus der internationalen wissenschaftlichen Community in den LOEWE-Schwerpunkt CMMS ein. Alle zwei Wochen präsentieren Vortragende den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des LOEWE-Schwerpunkts ihre aktuellen Forschungsergebnisse. Mit ihren Beiträgen ermutigen Expertinnen und Experten ihres Fachgebiets die CMMS-Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auch zu mehr Kreativität in der Forschung.

Die CMMS Talks finden jeden zweiten Donnerstag jeweils um 14 Uhr im Hörsaal des Frankfurt Institute for Advanced Studies (FIAS), Ruth-Moufang-Str. 1, Frankfurt am Main, statt.

Eine Anmeldung ist nicht nötig.

Okt2022

Sonderausstellung von LOEWE-VeWA: „Klimawissen schaffen – Was die Vergangenheit über die Zukunft weiß“, Eröffnung am 20.10.2022, 19 Uhr, im Senckenberg Naturmuseum Frankfurt am Main

Am Donnerstag, den 20.10.2022 findet ab 19 Uhr die Eröffnungsfeier zur Sonderausstellung des LOEWE-Schwerpunkts VeWA „Klimawissen schaffen – Was die Vergangenheit über die Zukunft weiß“ statt, Einlass ist ab 18:30 Uhr. Dr. Brigitte Franzen und Prof. Dr. Wolfgang Müller eröffnen den Abend und leiten über in eine Gesprächsrunde zwischen Kurator:innen und Klimawissenschaftler:innen.

Wie erforschen Naturwissenschaftlerinnen und Naturwissenschaftler das Klima der Vergangenheit? Und wie hilft dieses Wissen unsere Klimazukunft besser zu verstehen?

In der Sonderausstellung von  LOEWE-VeWA (Vergangene Warmzeiten als natürliche Analoge unserer 'hoch-CO2' Klimazukunft), die vom 21. Oktober 2022 bis 16. Juli 2023 im Senckenberg Naturmuseum Frankfurt am Main gezeigt wird, können Besucher:innen Klimaforscher:innen bei ihrer Spurensuche in die Erdvergangenheit begleiten. Sie können erleben, wie naturwissenschaftliches Arbeiten funktioniert und verlässliches Klimawissen geschaffen wird. Wie erforschen Naturwissenschaftlerinnen und Naturwissenschaftler das Klima der Vergangenheit? Und wie hilft dieses Wissen unsere Klimazukunft besser zu verstehen?

Mit der Ausstellung feiern die Goethe-Universität Frankfurt und die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung einen Höhepunkt ihres gemeinsamen Forschungsprojektes zum Paläoklima und zeigen, wie Wissenschaftskommunikation im Museum funktioniert.

Die Ausstellungen im ersten und zweiten OG sind anlässlich der Eröffnung ebenfalls geöffnet.

Wenn Sie an der Eröffnung der Sonderausstellung teilnehmen möchten, finden Sie alle Informationen auf der Seite des Senckenbergmuseums: senckenberg.de/de/eroeffnung-klimawissen/.

Hybride Ringvorlesung „Sichere Kritische Infrastrukturen“ an der TU Darmstadt mit Unterstützung von LOEWE-emergenCITY

© PEASEC

Wie sicher sind unsere Kritischen Infrastrukturen? Dies fragt die digitale Ringvorlesung „Sichere Kritische Infrastrukturen“ ab dem 19.10.2022 jeden Mittwoch im Wintersemester 2022/23 an der TU Darmstadt und online. Die Reihe ist von den Fachgebieten Secure Mobile Networking Lab SEEMOO (Prof. Dr. Matthias Hollick, Sprecher von emergenCITY), Wissenschaft und Technik für Frieden und Sicherheit PEASEC (Prof. Dr. Christian Reuter) und Neuere und Neueste Geschichte (Prof. Dr. Jens Ivo Engels) organisiert und wird von emergenCITY als offizieller Partner unterstützt.

Kritische Infrastrukturen, kurz KRITIS, sind laut BMI „Organisationen oder Einrichtungen mit wichtiger Bedeutung für das staatliche Gemeinwesen, bei deren Ausfall oder Beeinträchtigung nachhaltig wirkende Versorgungsengpässe, erhebliche Störungen der öffentlichen Sicherheit oder andere dramatische Folgen eintreten würden.“

Die Ringvorlesung, die bereits in der 9. Episode jeweils mittwochs von 16.15 bis 17.55 stattfindet, nimmt nun verschiedene dieser kritischen Infrastrukturen in den Blick und schaut auf ihre Sicherheitsherausforderungen. Dazu geben Referentinnen und Referenten verschiedener Forschungseinrichtungen, Unternehmen und Betriebe einen wöchentlichen Fachvortrag.

Im Semester 2022/23 sind dabei externe Wissenschaftler:innen der RTWH Aachen, der TH Köln und des Frauenhofer SIT sowie Experteninnen der Deutschen Flugsicherung, der Deutschen Börse AG sowie der Berater der öffentlichen Hand GmbH u.v.m. mit verschiedenen Themenbereichen vertreten. Den Kickoff-Vortrag am 19.10. mit einer Einführung in Sichere Infrastrukturen hält Prof. Christian Reuter, PEASEC, TU Darmstadt.

Wann: jeweils mittwochs von 16.15 Uhr bis 17.55 Uhr
Wo: Raum S101/A5 (Software AG Hörsaal, Karolinenplatz 5, 64289 Darmstadt) sowie digital via ZOOM

Weiterführende Informationen

Sep2022

LOEWE-FLOW FOR LIFE – Minisymposium rund um das Forschungsthema steuer- und messbare, künstliche Versorgungsnetzwerke für 3D-Zellkulturen, 15.09. 2022, 18–20 Uhr, TU Darmstadt

Der LOEWE-Schwerpunkt FLOW FOR LIFE veranstaltet am 15. September 2022 von 18 bis 20 Uhr sein zweites Minisymposium seit seinem Förderungsstart im Januar 2022. Die hybride Veranstaltung findet vor Ort an der TU Darmstadt am Campus Lichtwiese statt. Wer nicht vor Ort dabei sein kann, ist herzlich eingeladen via ZOOM teilzunehmen.

Prof. Sarah Heilshorn, Direktorin des Geballe Laboratory for Advanced Materials an der Stanford University und Prof. Fredrik Lundell, der im Bereich der Strömungsphysik von der Theorie bis zur Anwendung forscht, sind an diesem Tag Referentin bzw. Referent.

Sarah Heilshorn leitet in Stanford ein Forschungsteam, das sich auf das Design von Biomaterialien konzentriert, die regenerative Medizin, 3D-Biodruck und personalisierte Medizin ermöglichen. Bei Ihrem Vortrag geht es um „Maßgeschneiderte Biomaterialien für den 3D-Biodruck“.

Fredrik Lundell arbeitet an der Königlich Technischen Hochschule (KTH) Royal Institute of Technology in Stockholm und forscht an der Bewegung von Partikeln in verschiedenen Strömungen, die für neue Montagetechniken für biobasierte Materialien genutzt werden können und hält einen Vortrag zu Filamenten aus Cellulose- und Protein-Nanofibrillen: Aufbau, Nanostruktur, Eigenschaften und Anwendungen.

Sowohl für die persönliche als auch die Teilnahme via Zoom ist eine Anmeldung unter krueger@sla.tu-darmstadt.de erbeten.

Jun2022

LOEWE-Schwerpunkt GreenDairy stellt neuen Forschungsstall für Öko-Milchkühe auf den Öko-Feldtagen vom 28. bis 30. Juni in Villmar vor

Hessische Staatsdomäne Gladbacherhof, Villmar
© Friederike Krick
Hessische Staatsdomäne Gladbacherhof, Villmar

Auf der Hessischen Staatsdomäne Gladbacherhof in Villmar wird anlässlich der Öko-Feldtage vom 28.-30. Juni 2022 der neue Forschungsstall des LOEWE-Schwerpunkts GreenDairy - Integrierte Tier-Pflanze-Agrarökosysteme erstmals vorgestellt. Der Stall für Öko-Milchkühe verfügt über die neueste digitale Technik in den Bereichen Fütterung, Melken, Entmisten und Emissionsmessung. Während der Veranstaltung wird es täglich Vorträge auf dem Tier-Forum geben und es sind Stallführungen im Forschungsstall sowie eine Posterausstellung geplant.

Der Gladbacherhof ist ein europaweit einzigartiger Forschungsstall für die ökologische Milchviehhaltung. Wissenschaftler:innen von Green Dairy untersuchen dort die komplexen Wirkungen von ökologischer High- und Low-Input Milchproduktion auf Tier, Pflanze und Umwelt. Im Fokus stehen die flächengebundene Tierhaltung und die geschickte Verzahnung von Pflanzenbau und Tierhaltung, welche enorme Potenziale hinsichtlich der Ertragsstabilität, Risikominimierung und dem Ressourcenschutz bieten.

Weiterführende Informationen

Minisymposium von LOEWE- FLOW FOR LIFE zum Thema: "Gewebeaufbau erfordert analytische und konstruktive Ansätze" am 15.06.2022 an der TU Darmstadt (Hybridveranstaltung)

Der LOEWE-Schwerpunkt FLOW FOR LIFE veranstaltet am 15. Juni 2022 von 18.00-20.00 Uhr an der TU Darmstadt und online ein Minisymposium zu dem Thema: “Gewebeaufbau erfordert analytische und konstruktive Ansätze – Einblicke in die Knochenregeneration und Aufbau eines Gefäßnetzwerks.”

Der Aufbau von Geweben für klinische Zwecke (um erkranktes oder verlorenes Gewebe zu rekonstruieren oder zu ersetzen) und für präklinische Zwecke (um menschliche Gewebe zu erzeugen, die für Arzneimitteltoxizitäts- und Wirksamkeitstests verwendet werden können) erfordert sowohl analytische als auch konstruktive Ansätze: Analysen, wie sich Gewebe entwickeln und regenerieren, bilden die Grundlage für Ideen und Experimente zur Nutzung zellulärer und synthetischer Materialien für den Gewebe(wieder-)aufbau.

Vorträge:

  • Catherine Picart (CEA Grenoble und Université Grenoble-Alpes): „Bioaktive Medizinprodukte zur Knochenregeneration“
  • Claudio Franco (Instituto de Medicina Molecular, Universidade de Lisboa): „Wie man ein effizientes Gefäßnetzwerk aufbaut“.

Ort: Campus Botanischer Garten, TU Darmstadt, Gebäude B2/61

Für den Zoom-Link wenden Sie sich bitte an mbecker@bio.tu-darmstadt.de

LOEWE-Schwerpunkt IDG lädt ein zu Buchpräsentation und Website-Launch „Mobility Design – Die Zukunft der Mobilität gestalten“ am 14. Juni 2022 in den Räumen des BDA Hessen, Frankfurt am Main

Masterplan Hauptbahnhof Amsterdam – Benthem Crouwel Architects
© Jannes Linders
Masterplan Hauptbahnhof Amsterdam – Benthem Crouwel Architects

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des LOEWE-Schwerpunkts Infrastruktur-Design-Gesellschaft (IDG) präsentieren am 14. Juni 2022 um 18 Uhr in Kooperation mit dem Bund Deutscher Architektinnen und Architekten (BDA) Hessen den Bildband „Mobility Design – Die Zukunft der Mobilität gestalten“. Darüber hinaus wird der neue digitale „Mobility Design Guide“ vorgestellt und öffentlich zugänglich gemacht. Steigende Anforderungen an eine umweltschonende und menschenfreundliche Mobilität sind nicht nur eine politische, organisatorische und planerische Aufgabe, sondern machen es auch für die gestaltenden Disziplinen, für Architektur und Design, unabdingbar, neue Lösungen zu entwickeln. Der Bildband versammelt Konzepte und bereits realisierte Projekte aus Design, Architektur und Städtebau, die in beispielhafter Weise die Zukunft einer nachhaltigen und vernetzten Mobilität greifbar machen. Der „Mobility Design Guide“ ist ein interaktiver Leitfaden, der Modelle und Forschungsgrundlagen zur Unterstützung der Planung und Realisierung zukunftsorientierter und nachhaltiger Mobilitätskonzepte bietet.

Die Präsentation übernehmen Prof. Dr. Kai Vöckler, Urban Design, und Prof. Peter Eckart, Integrierendes Design, Hochschule für Gestaltung Offenbach, sowie Prof. Andrea Krajewski, Interactive Media Design, Hochschule Darmstadt. Moderiert wird die Veranstaltung von Dipl.-Ing. Christian Holl, BDA Hessen.  

Mai2022

Scout Station: Offene Mitmach-Station zum Thema Paläoklimaforschung von LOEWE-VeWA zur BioFrankfurt-Erlebniswoche „Vielfalt in und um Frankfurt“ am 25. Mai 2022

Coccolithophorida - (Deutsch: Kalkflagellaten, eine systematische Gruppe komplexer einzelliger Algen aus der übergeordneten Gruppe Haptophyta)
© Bärbel Schminke
Coccolithophorida - (Deutsch: Kalkflagellaten, eine systematische Gruppe komplexer einzelliger Algen aus der übergeordneten Gruppe Haptophyta)

Am 25. Mai von 16 bis 18 Uhr findet im Senckenberg Naturmuseum eine Scout Station – eine Offene Mitmach-Station des LOEWE-Projektes VeWA (Vergangene Warmzeiten als natürliche Analoge unserer 'hoch-CO2' Klimazukunft) zur Bio-Frankfurt-Erlebniswoche „Vielfalt in und um Frankfurt“ statt. Im Zentrum dieser Veranstaltung steht die Frage, was Paläoklimaforschung, also die Erforschung des Klimas vergangener Zeiten, mit biologischer Vielfalt zu tun hat. Es wird beleuchtet, mit welchen Methoden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler das Klima der Vergangenheit erforschen und welche Bedeutung dieses Wissen für Betrachtungen über unsere Klimazukunft hat. An der Mitmach-Station erfahren Besucherinnen und Besucher mehr zur „Paläoklimaforschung“ und können winzige Fossilien unter dem Mikroskop entdecken.

Die Veranstaltung ist kostenlos. Keine Anmeldung erforderlich. Informationen im Senckenberg-Veranstaltungskalender: https://museumfrankfurt.senckenberg.de/de/kalender/scout-station-palaeoklimaforschung/

Am 20. Oktober 2022 eröffnet das Senckenberg Naturmuseum die Sonderausstellung „Klimawissen schaffen“, in welcher die Forscher:innen bei der Spurensuche in der Klimavergangenheit begleitet werden können.

Dem Klima auf der Spur! Führung & Workshop von LOEWE-VeWA für Kinder von 8 bis 11 Jahren am 18. Mai 2022

Diese „Wärmestreifen“-Grafiken sind visuelle Darstellungen der Temperaturänderungen, die in jedem Land in den letzten 100+ Jahren gemessen wurden. Jeder Streifen oder Balken stellt die über ein Jahr gemittelte Temperatur in diesem Land dar
© Creative Commons
Diese „Wärmestreifen“-Grafiken sind visuelle Darstellungen der Temperaturänderungen, die in jedem Land in den letzten 100+ Jahren gemessen wurden. Jeder Streifen oder Balken stellt die über ein Jahr gemittelte Temperatur in diesem Land dar

Das LOEWE-Projekt VeWA (Vergangene Warmzeiten als natürliche Analoge unserer 'hoch-CO2' Klimazukunft) veranstaltet am 18. Mai von 16.00 bis 17.30 Uhr im Senckenberg Naturmuseum Frankfurt eine Führung mit anschließendem Workshop zum Thema „Dem Klima auf der Spur!“. In der Veranstaltung wird in kindgerechter Sprache die Frage behandelt, was die Begriffe Klima und Klimawandel bedeuten und erklärt, wie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler das Klima erforschen. Die Kinder lernen Lebewesen kennen, die bereits vom Klimawandel beeinträchtigt sind und es wird gemeinsam überlegt, wie das Klima geschützt werden kann. Die Teilnahmegebühr für Interessierte beträgt 15 Euro, für Senckenberg-Mitglieder 12 Euro.

Anmeldung über den Senckenberg-Veranstaltungskalender: https://museumfrankfurt.senckenberg.de/de/kalender/dem-klima-auf-der-spur/

Am 20. Oktober 2022 eröffnet dazu auch die Sonderausstellung „Klimawissen schaffen“, in welcher die Forscher:innen bei der Spurensuche in der Klimavergangenheit begleitet werden können.

Apr2022

"Entworfene Ordnungen" so der Titel des ersten Teils der Ringvorlesung des LOEWE-Schwerpunkts Architekturen des Ordnens, die am 21. April 2022 startet

Der architektonische Entwurfsprozess zielt auf das Herstellen neuer Ordnungen und wird gleichzeitig selbst durch seine praktischen, technischen, sozialen und rechtlichen Rahmenbedingungen strukturiert. Dieser doppelten Relation spüren die Wissenschaftler:innen im Rahmen der Ringvorlesung des LOEWE-Schwerpunkts „Architekturen des Ordnens“ im Sommer- und Wintersemester 2022/2023 nach. Jeder Entwurf imaginiert Zukunft und stellt einen Versuch dar, eine neue räumliche – und damit stets auch soziale – Ordnung hervorzubringen. Dieser projektive Zugriff auf noch Unbekanntes und Ungedachtes setzt dabei planerische Konventionen, bauliche Standards, rechtliche Vorgaben und etablierte architektonische, urbanistische und gesellschaftliche Vorstellungen zueinander ins Verhältnis, überdenkt und dynamisiert sie. „In welcher Weise das Entwerfen die Interaktion dieser verschiedenen und heterogenen Faktoren strukturiert und welche Rolle die Bedingungen, Normen und Werkzeuge des Entwerfens spielen“, sind Fragen, die dabei diskutiert werden sollen. Während der Schwerpunkt der Ringvorlesung im Sommersemester darauf liegt, wie Ordnung in den Entwurfsprozess kommt, nimmt das zweite Halbjahr das Wechselverhältnis von Entwurfsprozessen und ihren spezifischen Entwurfsgegenständen in den Blick.

Die Ringvorlesung findet im Sommersemester an folgenden Terminen statt:

21.04.22 CLAUDIA MAREIS (Humboldt-Universität Berlin) »Kombinatorische Kreativität: Entwerfen und Erfinden zwischen Ordnung und Kontingenz«

05.05.22 LIONEL DEVLIEGER (Ghent University, RotorDC) »Assembling Fragments: Designing with Salvaged Building Components«

02.06.22 NATHALIE BREDELLA (Karlsruher Institut für Technologie) mit NICK FÖRSTER (Technische Universität München) und BENJAMIN BEIL (Universität Köln) »Tools of Play: Planungsstrategien der Metastadt«

07.07.22 HAUKE HORN (Universität Mainz) »Eine Frage des Geldes? Immobilienwirtschaft und Kommunalpolitik als ordnende Kräfte bei Planung und Bau von Bankhochhäusern in Frankfurt a. M.«


Beginn: jeweils 18 Uhr 

Veranstaltungsort: Casino auf dem Campus Westend, Raum 1.811 

Ausnahme: Der Vortrag am 07.07. findet im ExNo-Gebäude, Raum EG.01 statt.


Die Veranstaltungsreihe findet im Hybridformatstatt , Interessierte können entweder in Präsenz oder  via Zoom teilnehmen. Die Links für die Teilnahme via Zoom werden jeweils auf der Website des Schwerpunkts unter www.architecturesoforder.org veröffentlicht.




LOEWE-Schwerpunkt Minderheitenstudien startet am 12. April mit öffentlicher Ringvorlesung „zu den Methoden, Theorien und der Praxis der Minderheitenstudien interdisziplinär"

© Jürgen Lecher, Goethe-Universität Frankfurt

Am 12. April startet im Rahmen der Forschungsarbeit des LOEWE-Schwerpunkts Minderheitenstudien im Sommersemester eine Ringvorlesung „zu den Methoden, Theorien und der Praxis der Minderheitenforschung interdisziplinär“.

Die von siebzehn Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des LOEWE-Schwerpunkts „Minderheitenstudien: Sprache und Identität“ ausgerichtete Ringvorlesung findet an der Goethe-Universität Frankfurt am Main statt. Sie behandelt die Wechselwirkung unterschiedlicher Verhältnisse (Relationen) von Selbst- und Fremdwahrnehmung und Identität "im eigenen Land" und im "Ausland" exemplarisch an verschiedenen Minderheitengruppen aus dem Nahen Osten und Nordafrika in Deutschland und den jeweiligen Herkunftsländern.

Seit 2015 erlebt Europa die massivste Migrationswelle seit dem zweiten Weltkrieg. Eine große Zahl der Betroffenen gehört zu Minderheiten aus dem Nahen Osten, die vor Krieg, Gewalt und Unterdrückung ihre Heimatländer mit dem Ziel Europa verlassen. Durch die neuen gesellschaftlichen Herausforderungen entstehen bisher weitgehend unbeachtete Forschungsaufgaben, die sich in den folgenden drei Relationen manifestieren:

  • Die Relation zwischen Minderheiten „im eigenen Land“ und Minderheiten „im Ausland“
  • Die Relation zwischen Selbstwahrnehmung und Fremdwahrnehmung von Minderheiten (sowohl „im eigenen Land“ wie „im Ausland“)
  • Die wechselseitige Relation der identitätsbedingenden Vorgaben Sprache, Religion, Kultur und Ethnos, in Selbstsicht und Fremdsicht „im eigenen Land“ und „im Ausland“.

Wann: Dienstags von 16:00 bis 18:00 Uhr (außer am 14. Juni 14:00 bis 16:00 Uhr), Start am 12. April 2022

Wo: Campus Westend IG 411 (außer am 14. Juni HZ6) und Online

Anmeldung:

Studierende melden sich auf OLAT als Teilnehmer/in an:

https://olat-ce.server.uni-frankfurt.de/olat/auth/RepositoryEntry/14538735618/CourseNode/1648520492816467003

Interessierte können sich über loewe-minderheitenstudien@uni-frankfurt.de für die einzelnen Termine anmelden und erhalten rechtzeitig einen Zugangslink zugeschickt.

Programm siehe unten

Weiterführende Informationen

Feb2022

1. INTERNATIONALER WORKSHOP ZUR DATENSPEICHERUNG IN MOLEKULAREN MEDIEN, 21. bis 23. März 2022, Leitung LOEWE-MOSLA

© George Hattab/ LOEWE-MOSLA

Heutzutage werden alle wichtigen Informationen in digitalen Bibliotheken gespeichert, so z. B. auf Bändern oder in vernetzten Speichersystemen (Clouds). Geht es allerdings um langfristige Speicherung von Informationen, sind diese Systeme aber immer noch unzuverlässig. Denn sollte es zu Sonnenstürmen oder andere elektromagnetischen Katastrophen kommen, wird die Menschheit mit einem digitalen dunklen Zeitalter konfrontiert werden. Für Nichtwissenschaftler:innnen mag das zunächst wie Science Fiction klingen,  ist es aber nicht, sondern leider eine reale Gefahr. Würde z. B.  ein besonders starker Sonnensturm die Erde mit geladenen Teilchen „bombardieren“, könnte dies nicht nur die Stromnetze und Satelliten massiv stören, sondern auch das Internet längerfristig zum Erliegen bringen. Digital gespeicherte Daten, wie z. B. solche zur Produktion von Banknoten, wären gelöscht und Schäden von verheerendem Ausmaß vorprogrammiert. Um eine praktikable Lösung zu finden und um sich gegen diese Herausforderungen zu wappnen, sollten die bestehende Speicherhierarchie durch den Einsatz von molekularen Clustern und Speichersystemen erweitert werden. Die Bewältigung dieser Aufgabe funktioniert aber nur, wenn Wissenschaftler:innen über Fachbereiche – wie z. B. Mathematik, Informatik und Biologie – hinweg zusammenarbeiten. Der heutige Stand der Technik, der sich mit molekularen Clustern und Speichersystemen befasst, basiert auf den Gebieten der Biologie und Chemie. Einerseits wurden bei den bestehenden DNA-basierten Ansätzen hauptsächlich kurze synthetische DNA als Informationsträger verwendet, die auf den genetischen Basen (A, C, G, T) beruhen. Andererseits hat sich die anorganische Chemie als hilfreich erwiesen, um Informationen in chemischen Clustern durch Absorption und Emission von Licht zu speichern, wobei sie sich auf eine neuartige Geometrie stützt, die durch kristallähnliche Strukturen entsteht. Im Rahmen des Workshops kommen Forscherinnen und Forscher aus den Bereichen Biologie, Chemie, Mathematik und Informatik sowie der visuellen Analytik und verwandten Disziplinen vom 21. bis 23. März 2022 zusammen, um gemeinsam zu arbeiten und zu diskutieren. Ein weiterer Schritt, um so die Entwicklung molekularer Medien und deren Standardisierung voranzutreiben. 

Geleitet wird der Workshop von Georges Hattab, Dominik Heider und Anke Becker, alle Wissenschftler:innen des LOEWE-Schwerpunkts-MOSLA, dessen Federführung an der Phillips-Universität Marburg liegt.

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