Termine

Mai2022

Scout Station: Offene Mitmach-Station zum Thema Paläoklimaforschung von LOEWE-VeWA zur BioFrankfurt-Erlebniswoche „Vielfalt in und um Frankfurt“ am 25. Mai 2022

Coccolithophorida - (Deutsch: Kalkflagellaten, eine systematische Gruppe komplexer einzelliger Algen aus der übergeordneten Gruppe Haptophyta)
© Bärbel Schminke
Coccolithophorida - (Deutsch: Kalkflagellaten, eine systematische Gruppe komplexer einzelliger Algen aus der übergeordneten Gruppe Haptophyta)

Am 25. Mai von 16 bis 18 Uhr findet im Senckenberg Naturmuseum eine Scout Station – eine Offene Mitmach-Station des LOEWE-Projektes VeWA (Vergangene Warmzeiten als natürliche Analoge unserer 'hoch-CO2' Klimazukunft) zur Bio-Frankfurt-Erlebniswoche „Vielfalt in und um Frankfurt“ statt. Im Zentrum dieser Veranstaltung steht die Frage, was Paläoklimaforschung, also die Erforschung des Klimas vergangener Zeiten, mit biologischer Vielfalt zu tun hat. Es wird beleuchtet, mit welchen Methoden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler das Klima der Vergangenheit erforschen und welche Bedeutung dieses Wissen für Betrachtungen über unsere Klimazukunft hat. An der Mitmach-Station erfahren Besucherinnen und Besucher mehr zur „Paläoklimaforschung“ und können winzige Fossilien unter dem Mikroskop entdecken.

Die Veranstaltung ist kostenlos. Keine Anmeldung erforderlich. Informationen im Senckenberg-Veranstaltungskalender: https://museumfrankfurt.senckenberg.de/de/kalender/scout-station-palaeoklimaforschung/

Am 20. Oktober 2022 eröffnet das Senckenberg Naturmuseum die Sonderausstellung „Klimawissen schaffen“, in welcher die Forscher:innen bei der Spurensuche in der Klimavergangenheit begleitet werden können.

Dem Klima auf der Spur! Führung & Workshop von LOEWE-VeWA für Kinder von 8 bis 11 Jahren am 18. Mai 2022

Diese „Wärmestreifen“-Grafiken sind visuelle Darstellungen der Temperaturänderungen, die in jedem Land in den letzten 100+ Jahren gemessen wurden. Jeder Streifen oder Balken stellt die über ein Jahr gemittelte Temperatur in diesem Land dar
© Creative Commons
Diese „Wärmestreifen“-Grafiken sind visuelle Darstellungen der Temperaturänderungen, die in jedem Land in den letzten 100+ Jahren gemessen wurden. Jeder Streifen oder Balken stellt die über ein Jahr gemittelte Temperatur in diesem Land dar

Das LOEWE-Projekt VeWA (Vergangene Warmzeiten als natürliche Analoge unserer 'hoch-CO2' Klimazukunft) veranstaltet am 18. Mai von 16.00 bis 17.30 Uhr im Senckenberg Naturmuseum Frankfurt eine Führung mit anschließendem Workshop zum Thema „Dem Klima auf der Spur!“. In der Veranstaltung wird in kindgerechter Sprache die Frage behandelt, was die Begriffe Klima und Klimawandel bedeuten und erklärt, wie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler das Klima erforschen. Die Kinder lernen Lebewesen kennen, die bereits vom Klimawandel beeinträchtigt sind und es wird gemeinsam überlegt, wie das Klima geschützt werden kann. Die Teilnahmegebühr für Interessierte beträgt 15 Euro, für Senckenberg-Mitglieder 12 Euro.

Anmeldung über den Senckenberg-Veranstaltungskalender: https://museumfrankfurt.senckenberg.de/de/kalender/dem-klima-auf-der-spur/

Am 20. Oktober 2022 eröffnet dazu auch die Sonderausstellung „Klimawissen schaffen“, in welcher die Forscher:innen bei der Spurensuche in der Klimavergangenheit begleitet werden können.

Apr2022

"Entworfene Ordnungen" so der Titel des ersten Teils der Ringvorlesung des LOEWE-Schwerpunkts Architekturen des Ordnens, die am 21. April 2022 startet

Der architektonische Entwurfsprozess zielt auf das Herstellen neuer Ordnungen und wird gleichzeitig selbst durch seine praktischen, technischen, sozialen und rechtlichen Rahmenbedingungen strukturiert. Dieser doppelten Relation spüren die Wissenschaftler:innen im Rahmen der Ringvorlesung des LOEWE-Schwerpunkts „Architekturen des Ordnens“ im Sommer- und Wintersemester 2022/2023 nach. Jeder Entwurf imaginiert Zukunft und stellt einen Versuch dar, eine neue räumliche – und damit stets auch soziale – Ordnung hervorzubringen. Dieser projektive Zugriff auf noch Unbekanntes und Ungedachtes setzt dabei planerische Konventionen, bauliche Standards, rechtliche Vorgaben und etablierte architektonische, urbanistische und gesellschaftliche Vorstellungen zueinander ins Verhältnis, überdenkt und dynamisiert sie. „In welcher Weise das Entwerfen die Interaktion dieser verschiedenen und heterogenen Faktoren strukturiert und welche Rolle die Bedingungen, Normen und Werkzeuge des Entwerfens spielen“, sind Fragen, die dabei diskutiert werden sollen. Während der Schwerpunkt der Ringvorlesung im Sommersemester darauf liegt, wie Ordnung in den Entwurfsprozess kommt, nimmt das zweite Halbjahr das Wechselverhältnis von Entwurfsprozessen und ihren spezifischen Entwurfsgegenständen in den Blick.

Die Ringvorlesung findet im Sommersemester an folgenden Terminen statt:

21.04.22 CLAUDIA MAREIS (Humboldt-Universität Berlin) »Kombinatorische Kreativität: Entwerfen und Erfinden zwischen Ordnung und Kontingenz«

05.05.22 LIONEL DEVLIEGER (Ghent University, RotorDC) »Assembling Fragments: Designing with Salvaged Building Components«

02.06.22 NATHALIE BREDELLA (Karlsruher Institut für Technologie) mit NICK FÖRSTER (Technische Universität München) und BENJAMIN BEIL (Universität Köln) »Tools of Play: Planungsstrategien der Metastadt«

07.07.22 HAUKE HORN (Universität Mainz) »Eine Frage des Geldes? Immobilienwirtschaft und Kommunalpolitik als ordnende Kräfte bei Planung und Bau von Bankhochhäusern in Frankfurt a. M.«


Beginn: jeweils 18 Uhr 

Veranstaltungsort: Casino auf dem Campus Westend, Raum 1.811 

Ausnahme: Der Vortrag am 07.07. findet im ExNo-Gebäude, Raum EG.01 statt.


Die Veranstaltungsreihe findet im Hybridformatstatt , Interessierte können entweder in Präsenz oder  via Zoom teilnehmen. Die Links für die Teilnahme via Zoom werden jeweils auf der Website des Schwerpunkts unter www.architecturesoforder.org veröffentlicht.




LOEWE-Schwerpunkt Minderheitenstudien startet am 12. April mit öffentlicher Ringvorlesung „zu den Methoden, Theorien und der Praxis der Minderheitenstudien interdisziplinär"

© Jürgen Lecher, Goethe-Universität Frankfurt

Am 12. April startet im Rahmen der Forschungsarbeit des LOEWE-Schwerpunkts Minderheitenstudien im Sommersemester eine Ringvorlesung „zu den Methoden, Theorien und der Praxis der Minderheitenforschung interdisziplinär“.

Die von siebzehn Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des LOEWE-Schwerpunkts „Minderheitenstudien: Sprache und Identität“ ausgerichtete Ringvorlesung findet an der Goethe-Universität Frankfurt am Main statt. Sie behandelt die Wechselwirkung unterschiedlicher Verhältnisse (Relationen) von Selbst- und Fremdwahrnehmung und Identität "im eigenen Land" und im "Ausland" exemplarisch an verschiedenen Minderheitengruppen aus dem Nahen Osten und Nordafrika in Deutschland und den jeweiligen Herkunftsländern.

Seit 2015 erlebt Europa die massivste Migrationswelle seit dem zweiten Weltkrieg. Eine große Zahl der Betroffenen gehört zu Minderheiten aus dem Nahen Osten, die vor Krieg, Gewalt und Unterdrückung ihre Heimatländer mit dem Ziel Europa verlassen. Durch die neuen gesellschaftlichen Herausforderungen entstehen bisher weitgehend unbeachtete Forschungsaufgaben, die sich in den folgenden drei Relationen manifestieren:

  • Die Relation zwischen Minderheiten „im eigenen Land“ und Minderheiten „im Ausland“
  • Die Relation zwischen Selbstwahrnehmung und Fremdwahrnehmung von Minderheiten (sowohl „im eigenen Land“ wie „im Ausland“)
  • Die wechselseitige Relation der identitätsbedingenden Vorgaben Sprache, Religion, Kultur und Ethnos, in Selbstsicht und Fremdsicht „im eigenen Land“ und „im Ausland“.

Wann: Dienstags von 16:00 bis 18:00 Uhr (außer am 14. Juni 14:00 bis 16:00 Uhr), Start am 12. April 2022

Wo: Campus Westend IG 411 (außer am 14. Juni HZ6) und Online

Anmeldung:

Studierende melden sich auf OLAT als Teilnehmer/in an:

https://olat-ce.server.uni-frankfurt.de/olat/auth/RepositoryEntry/14538735618/CourseNode/1648520492816467003

Interessierte können sich über loewe-minderheitenstudien@uni-frankfurt.de für die einzelnen Termine anmelden und erhalten rechtzeitig einen Zugangslink zugeschickt.

Programm siehe unten

Weiterführende Informationen

Feb2022

Wissenschaftler:innen von LOEWE-TBG entwickeln einen neuen Ansatz zur Wirkstoff-Forschung, der Einblick in die Wirkung von Tiergiften gibt

© Andreas Vilcinskas

Frankfurt, 16.02.2022. Tiergifte bilden eine wertvolle Quelle bei der Entdeckung neuer Arzneistoffe. Aufschlussreich sind dabei vor allem ihre besondere Wirkungsweise auf den Organismus und ihre komplexe Zusammensetzung. Wie genau sie jedoch wirken, ist immer noch weitgehend unbekannt. Wissenschaftler:innen des LOEWE-Zentrums für Translationale Biodiversitätsgenomik (TBG) waren jetzt an der Entwicklung eines neuen Ansatzes zur Wirkstoff-Forschung beteiligt, um so ein umfassendes Bild zu erhalten, wie Gifte biologische Systeme beeinflussen.

Der Ansatz der „Netzwerkpharmakologie“, den die Wissenschaftler:innen verfolgen, hat das Ziel, durch die Zusammenführung verschiedener Analysemethoden eine ganzheitliche Aussage über biologische Reaktionen auf bestimmte Wirkstoffe aus Tiergiften zu treffen.

Am Beispiel des Stachelrochens, an dessen Schwanz sich ein giftiger Stachel mit Widerhaken befindet, nahmen die Forscher:innen eine Genom-Analyse des Gifts vor und verglichen diese mit physiologischen Daten der Tiere. Hierzu wurden mehrere Süßwasser- und Salzwasserarten untersucht. Die kombinierte Analyse der unterschiedlichen Giftproben ermöglichte es erstmals, eine Aussage über den Wirkmechanismus der Giftkomponenten und den zeitlichen Ablauf der Vergiftung zu treffen. Darüber hinaus könnten die Ergebnisse auf alle Stachelrochen-Arten sowie auf alle weiteren bekannten Giftfische übertragen werden, von denen insgesamt 2.900 bekannte Arten existieren, vermuten die Wissenschaftler:innen.

„ [ …] Für uns bietet er [der Ansatz der Netzwerkpharmakologie] eine aussichtsreiche Methode, der schwierig zu analysierenden Wirkung von Tiergiften auf die Spur zu kommen. Wir sehen hier zahlreiche Einsatzfelder, denn neue Studien zeigen, dass Krankheiten häufig nur durch sogenannte Medikamentencocktails – also eine Kombination verschiedener Wirkstoffe – gut behandelt werden können“, so Studienleiter Prof. Dr. Andreas Vilcinskas vom LOEWE-Zentrum für Translationale Biodiversitätsgenomik, der Justus-Liebig-Universität Gießen und Leiter des Institutsteils Bioressourcen am Fraunhofer-Institut für Molekularbiologie und Angewandte Oekologie IME in Gießen.

Im nächsten Schritt wollen die Forscher:innen die im Rochengift analysierten Proteine künstlich herstellen, um weitere Wirkungsweisen im Organismus zu untersuchen.

1. INTERNATIONALER WORKSHOP ZUR DATENSPEICHERUNG IN MOLEKULAREN MEDIEN, 21. bis 23. März 2022, Leitung LOEWE-MOSLA

© George Hattab/ LOEWE-MOSLA

Heutzutage werden alle wichtigen Informationen in digitalen Bibliotheken gespeichert, so z. B. auf Bändern oder in vernetzten Speichersystemen (Clouds). Geht es allerdings um langfristige Speicherung von Informationen, sind diese Systeme aber immer noch unzuverlässig. Denn sollte es zu Sonnenstürmen oder andere elektromagnetischen Katastrophen kommen, wird die Menschheit mit einem digitalen dunklen Zeitalter konfrontiert werden. Für Nichtwissenschaftler:innnen mag das zunächst wie Science Fiction klingen,  ist es aber nicht, sondern leider eine reale Gefahr. Würde z. B.  ein besonders starker Sonnensturm die Erde mit geladenen Teilchen „bombardieren“, könnte dies nicht nur die Stromnetze und Satelliten massiv stören, sondern auch das Internet längerfristig zum Erliegen bringen. Digital gespeicherte Daten, wie z. B. solche zur Produktion von Banknoten, wären gelöscht und Schäden von verheerendem Ausmaß vorprogrammiert. Um eine praktikable Lösung zu finden und um sich gegen diese Herausforderungen zu wappnen, sollten die bestehende Speicherhierarchie durch den Einsatz von molekularen Clustern und Speichersystemen erweitert werden. Die Bewältigung dieser Aufgabe funktioniert aber nur, wenn Wissenschaftler:innen über Fachbereiche – wie z. B. Mathematik, Informatik und Biologie – hinweg zusammenarbeiten. Der heutige Stand der Technik, der sich mit molekularen Clustern und Speichersystemen befasst, basiert auf den Gebieten der Biologie und Chemie. Einerseits wurden bei den bestehenden DNA-basierten Ansätzen hauptsächlich kurze synthetische DNA als Informationsträger verwendet, die auf den genetischen Basen (A, C, G, T) beruhen. Andererseits hat sich die anorganische Chemie als hilfreich erwiesen, um Informationen in chemischen Clustern durch Absorption und Emission von Licht zu speichern, wobei sie sich auf eine neuartige Geometrie stützt, die durch kristallähnliche Strukturen entsteht. Im Rahmen des Workshops kommen Forscherinnen und Forscher aus den Bereichen Biologie, Chemie, Mathematik und Informatik sowie der visuellen Analytik und verwandten Disziplinen vom 21. bis 23. März 2022 zusammen, um gemeinsam zu arbeiten und zu diskutieren. Ein weiterer Schritt, um so die Entwicklung molekularer Medien und deren Standardisierung voranzutreiben. 

Geleitet wird der Workshop von Georges Hattab, Dominik Heider und Anke Becker, alle Wissenschftler:innen des LOEWE-Schwerpunkts-MOSLA, dessen Federführung an der Phillips-Universität Marburg liegt.

Weiterführende Informationen