PROLOEWE. Netzwerk der LOEWE-Forschungsvorhaben
Was geschieht in Hessens Spitzenforschung? Mit welchen Fragestellungen beschäftigen sich die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, und was wollen sie erreichen? Die LOEWE-Forschungsvorhaben haben sich zu ProLOEWE zusammengeschlossen: Sie wollen gemeinsam über ihre Aktivitäten informieren und kurze Wege zu ihrer Forschung schaffen.
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LOEWE-DynaRel und das Forschungszentrum Normative Ordnungen, laden am 8. Juli zur Mittwochskonferenz mit dem Soziologen Prof. Steffen Mau auf dem Campus Westend in Frankfurt am Main ein
Warum gerät das liberale Gesellschaftsmodell zunehmend unter Druck? Wie verändern Krisen politische Konflikte, gesellschaftlichen Zusammenhalt und unser Vertrauen in Institutionen? Diesen Fragen widmet sich der Soziologe und Direktor des Max-Planck-Instituts zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften, Prof. Steffen Mau in der diesjährigen Kantorowicz Lecture mit dem Titel „Krisenhafter Wandel der Gegenwart“ an der Goethe Universität Frankfurt am Main.
Die öffentliche Veranstaltung findet am 8. Juli im Rahmen der „Mittwochskonferenzen“ des Forschungszentrums Historische Geisteswissenschaften im IG-Farben-Haus, Raum 411, Campus Westend, Goethe-Universität Frankfurt statt – in Kooperation mit LOEWE-DynaRel und dem Forschungszentrum Normative Ordnungen.
Zur Person: Steffen Mau ist Professor für Makrosoziologie am Institut für Sozialwissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin sowie Direktor des Max-Planck-Instituts zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften in Göttingen. Zuletzt erschienen sind sein Buch Ungleich vereint: Warum der Osten anders bleibt (Suhrkamp 2024) sowie mit Ricarda Lang Der große Umbruch: Ein Gespräch über Krisen, Konflikte und Kompromisse (Ullstein Verlag 2025).
Die Reihe „Kantorowicz Lectures“ konzentriert sich auf das Thema der ‚politischen Sprache‘. Jedes Jahr wird ein international renommierter Experte / eine renommierte Expertin für diesen Vortrag eingeladen. Die Vorträge dieser Reihe werden in der Reihe „Historische Geisteswissenschaften“ im renommierten Wallstein-Verlag veröffentlicht. Seit 2013 findet die Kantorowicz-Lecture in Kooperation mit dem Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ statt. Weitere Informationen über die neue Veranstaltungsreihe sowie andere Veranstaltungen des FZHG findet man auf der Internetseite des Forschungszentrums: https://fzhg.org/
Kontakt:
Dr. Nathan Taylor, Forschungszentrum Historische Geisteswissenschaften, n.taylor@em.uni-frankfurt.de, Tel: +49 (0)69 798 32113
Religiöse Alltagsbegleiter, Ausstellung im IG-Farben-Haus zeigt Objekte, die in allen Lebenslagen helfen sollten, gefördert durch das LOEWE-Zentrum „Dynamiken des Religiösen“,12.05.–31.07.
Mit Religionen blickt man auf das, was jenseits der sichtbaren Welt liegt. Die meisten Gläubigen erhoffen sich von ihnen aber auch Hilfe bei Problemen des Alltags. Im christlichen Europa realisierten sich diese Hoffnungen lange in „geistlichen Hausapotheken“: Ohne feste Regeln zusammengestellt, beinhalteten sie bis ins 20. Jahrhundert hinein religiöse und religionsinspirierte Objekte, von denen man sich Linderung bei körperlichen, aber auch seelischen Leiden versprach. Die Ausstellung „Mit Rosenkranz & Schabmadonna. Religiöse Alltagsbegleiter der Neuzeit im Dialog“ veranschaulicht von Dienstag, 12. Mai, bis Freitag, 31. Juli, im Historischen Seminar im IG-Farben-Gebäude, 3. OG, welche Art von Objekten diesem Zweck dienen konnten.
Viele von ihnen waren unmittelbar mit dem Christentum verbunden – doch bei weitem nicht alle: Andachtsbilder konnten sich Seite an Seite mit in Schlangenblut getränkten Seidenfäden finden.
Teil der Ausstellung ist die „weltliche hausapotheke“, von der zeitgenössischen Künstlerin Eva Ulm, die mit den historischen Stücken in Dialog tritt. Die Ausstellung, die durch das LOEWE-Zentrum „Dynamiken des Religiösen“ und die DFG-Kollegforschungsgruppe „Polyzentrik und Pluralität vormoderner Christentümer“ gefördert wurde, wurde von der Wissenschaftsplattform „Schnittstelle Religion“ organisiert, deren Koordinatorin Zbiranski war. Die wissenschaftliche Leitung obliegt den Geschichtswissenschaftlerinnen Prof. Birgit Emich und Prof. Xenia von Tippelskirch.
Die Ausstellung wurde am 12. Mai um 17 Uhr mit einer Vernissage eröffnet. Sie ist montags bis freitags von 8 bis 22 Uhr und samstags von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Sie findet im Abschnitt Q 4 und 5 statt sowie in der Studienlounge. Ein kleiner Teil der Ausstellung ist nur während der Öffnungszeiten der Studienlounge zugänglich, diese finden Sie hier: www.geschichte.uni-frankfurt.de/49425245/Studienlounge
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