PROLOEWE. Netzwerk der LOEWE-Forschungsvorhaben

Was geschieht in Hessens Spitzenforschung? Mit welchen Fragestellungen beschäftigen sich die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, und was wollen sie erreichen? Die LOEWE-Forschungsvorhaben haben sich zu ProLOEWE zusammengeschlossen: Sie wollen gemeinsam über ihre Aktivitäten informieren und kurze Wege zu ihrer Forschung schaffen.

Alle

nächsten Termine

Nov2022

Kuratorinnenführung mit Lisa Voigt und Dr. Andrea Weidt zur LOEWE-VeWA-Sonderausstellung „Klimawissen schaffen“ am 30.11., um 18 Uhr im Senckenberg Naturmuseum

Wie erforschen Naturwissenschaftler:innen das Klima der Vergangenheit? Und wie hilft dieses Wissen dabei, unsere Klimazukunft besser zu verstehen? 

Diese Fragen beantworten die Kuratorinnen und Mitarbeiterinnen von LOEWE- „VeWA - Vergangene Warmzeiten“, Lisa Voigt und Dr. Andrea Weidt am 30. November ab 18 Uhr mit ihrer Führung durch die neue Sonderausstellung „Klimawissen schaffen. Was die Vergangenheit über die Zukunft weiß.“ im Senckenberg Naturmuseum Frankfurt am Main. Sie werden auch darüber berichten, wie die Forschung ins Museum kommt, welche Prozesse und Herangehensweisen im Planungsprozess dieser Ausstellung eine Rolle gespielt haben – und was ihre ganz persönlichen Highlights sind.

Die Ausstellung „Klimawissen schaffen“ zeigt am Beispiel der Paläoklimaforschung, also der Forschung über das Klima der Vergangenheit, wie Wissenschaft funktioniert. Sie zeigt die Gesichter hinter der Forschung und begleitet die Wissenschaftler:innen der Goethe-Universität Frankfurt und der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung bei ihrer Spurensuche in die Erdvergangenheit.

Es ist keine Anmeldung erforderlich. 

LOEWE-Architekturen des Ordnens: Zoom-Vortrag von Dr. Ioanna Piniara zu „Wohngemeinschaften für die ‚Neue Frau‘ des Deutschen Werkbundes, 28.11., 18 Uhr

Dr. Ioanna Piniara, Architektin und im Sommersemester 2022 Fellow im LOEWE-Schwerpunkt Architekturen des Ordnens hält am 28.11. um 18 Uhr einen Vortrag zum Thema: Die Wohnungsfrage ist eine feministische Frage: Wohngemeinschaften für die „Neue Frau“ des Deutschen Werkbundes. Die Veranstaltung findet online und im Rahmen der CCSA Talks statt.

Piniaras Forschung operiert an der Schnittstelle von feministischen Studien, Architekturgeschichte und dem Commons-Diskurs, ein auf Selbstorganisation und Fürsorge basierender Ansatz, mit dem Ziel, letzteren als radikale Theorie und Praxis für die Konzeptualisierung eines gerechten kollektiven Lebens zu bereichern. Ihr Forschungsprojekt verwendet die theoretische Rahmung des Feminismus durch die Commons, die die Befreiung von Frauen aus kapitalistischer und patriarchalischer Ausbeutung unterstützt, indem sie ihre Unterdrückung durch die Last der reproduktiven Arbeit im massenproduzierten Kleinfamilienwohnungstyp des 20. Jahrhunderts anerkennt.

Als Beitrag zu diesem Rahmen untersucht das Projekt den Kontext der Entstehung einer „neuen Frau“ in der frühen Weimarer Republik. Insbesondere werden zwei von Frauen in den 1910er-Jahren entworfene kollektive Wohnmodelle untersucht sowie die Art und Weise, wie feministische Kämpfe für eine neue Gesellschaftsordnung in feministischen Bewegungen propagiert wurden und die erste Generation praktizierender Architektinnen in Deutschland zu einer Neukonzeption des Wohnens befähigten.

Zwei Fallbeispiele, das „Haus der Frau“ auf der Werkbundausstellung 1914 und das „Haus in der Sonne“ in Berlin und Potsdam, dokumentieren die Wahrnehmung der „Rolle der Frau in der modernen Gesellschaft“ und deren gestalterischen Ausdruck sowohl innerhalb einer formellen Bewegung (Werkbund) als auch in der Praxis. Durch ihre historische und typologische Lesart zielt das Projekt darauf ab, die Radikalität dieser Architekturen bei der administrativen und typologischen Unterbringung feministischer Ansprüche zu untersuchen. Indem die Wohnungsfrage als feministische Frage aufgegriffen wird, evaluiert das Close Reading die Möglichkeiten, die sich aus einer räumlichen Ordnung ergeben, die den unterschiedlichen Rollen von Frauen jenseits von Ehefrau und Kinderbetreuerin Rechnung trägt. Mit anderen Worten bewertet sie das Potenzial räumlicher Ordnungen, neue soziale Ordnungen und Strukturen denkbar zu machen.

LOEWE-VeWA: Wissenschaft Live in der Aha?! Forschungswerkstatt mit Michelle Sandbrink, am 26.11., von 14 –16 Uhr im Senckenberg Naturmuseum Frankfurt

Am 26. November veranstaltet der LOEWE-Schwerpunkt „VeWA - Vergangene Warmzeiten als natürliche Analoge unserer 'hoch-CO2' Klimazukunft“ des Senckenberg Naturmuseums Frankfurt am Main die Forschungswerkstatt „Wissenschaft Live in der Aha?!“. Mikro-Paläontologin Michelle Sandbrink erklärt, was versteinerte Kalkalgen, auch Coccolithophoriden genannt, über das Klima der Vergangenheit verraten können. Zudem besteht die Möglichkeit, beim Mikroskopieren dieser Organismen zuzusehen, versteinerte Kalkalgen zu berühren und Frau Sandbrink Fragen zu ihrer Arbeit zu stellen.

Es ist keine Anmeldung erforderlich, nur der Museumseintritt wird erhoben.

Die „Aha?! Forschungswerkstatt“ ist der neue Mitmachbereich im Senckenberg Naturmuseum Frankfurt. Hier können Besucherinnen und Besucher selbst aktiv werden: faszinierende Objekte aus der Natur untersuchen, bei echten Forschungsprojekten mithelfen und mit Wissenschaftler:innen aus dem Haus persönlich ins Gespräch kommen.

Die Naturforschung lebt von der Faszination, unbekannte Dinge zu entdecken, Zusammenhänge zu begreifen und die Welt Stück für Stück besser zu verstehen. In der Aha?! Forschungswerkstatt kann jeder – frei von seiner Neugier und eigenen Impulsen geleitet – eigenen Forschungsfragen nachgehen und naturwissenschaftlichen Phänomenen auf die Spur kommen.

„Von der Symmetrie zum maschinellen Lernen“ LOEWE-FLAME-inar Talk 24, 10.11. 2022, 16 Uhr, via ZOOM

„Von der Symmetrie zum maschinellen Lernen“ ist Thema des LOEWE-FLAME-inars Nummer 24 zu dem Prof. Dr. Hongbin Zhang, Wissenschaftler bei LOEWE-FLAME, am 10. November 2022, ab 16 Uhr spricht.  „Ferroelektrische und antiferroelektrische Materialien, die von elektrischen Feldern angetrieben werden, bieten ein breites Spektrum an Anwendungsmöglichkeiten. Das mechanistische Verständnis solcher strukturellen Übergänge ist jedoch immer noch schwer zu fassen.“ so Prof. Zhang. „Daher werde ich in meinem Vortrag darauf eingehen, wie Symmetrieanalyse und maschinelles Lernen angewendet werden können, um Physik zu verstehen.“ Am Beispiel von NaNbO3 wird der Ursprung der antiferroelektrischen und ferroelektrischen Phasen auf der Ebene der elektronischen Struktur anhand der Pseudo-Jahn-Teller-Theorie aufgeklärt.

Hongbin Zhang promovierte 2009 in Theoretischer Physik an der TU Dresden. Nach zwei Postdoktorandenstellen am FZ Jülich und an der Rutgers University wechselte er 2015 als Juniorprofessor an die TU Darmstadt und wurde 2021 angestellt. Zu den Hauptforschungsthemen in seinem Arbeitsbereich gehört Materialdesign auf der Grundlage von Hochdurchsatz-Dichtefunktionaltheorie-Berechnungen, inverses Design durch generatives maschinelles Lernen und Bayes'sche Optimierung und Modellierung von Phasendiagrammen, die die DFT- und CALPHAD-Methoden kombinieren.

Organisiert werden die FLAME-inare vom LOEWE-Schwerpunkt FLAME an der TU Darmstadt, in dem elektronische-Struktur-Eigenschaftsbeziehungen entwickelt und genutzt werden, um neuartige bleifreie antiferroelektrische Verbindungen zu realisieren. Die Seminare werden Experten für Verarbeitung, Charakterisierung und Theorie versammeln, um Materialien und Anwendungen, Massen- und Dünnschichten, grundlegende Eigenschaften, elektronische Struktur und Defekte und verwandte Aspekte zu diskutieren.

Die Vortragsreihe „CMMS Talks“ des LOEWE-Schwerpunkts CMMS mit Wissenschaftler:innen aus dem In- und Ausland startet wieder am 10. November, am Frankfurt Institute for Advanced Studies

Der LOEWE-Schwerpunkt CMMS (Mehrskalen-Modellierung in den Lebenswissenschaften) veranstaltet im Wintersemester 2022/23 erneut die Vortragsreihe „CMMS Talks". Den Auftakt machen Dr. Kerstin Hünninger und Prof. Marc Thilo Figge von der Universität Jena und dem Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie – Hans-Knöll-Institut zum Thema „Systembiologie der Infektion“.

Systembiologie ist die kombinierte Anwendung von Experiment und Theorie mit dem Ziel, ein quantitatives Verständnis biologischer Systeme zu erlangen. In dem Vortrag beschäftigen sich die Referent:innen mit systembiologischen Arbeiten zu Blutbahninfektionen durch humanpathogene Pilze in Theorie und Praxis. Hünninger und Figge sprechen zudem über die Entwicklung dieses Forschungsbereichs und seiner zugrunde liegenden Philosophie, die letztendlich zur Übertragung von Erkenntnissen aus der Grundlagenforschung in die klinische Praxis führen soll.

Mit dieser Vortragsreihe bringen externe Sprecher:innen  eigene Impulse aus der internationalen wissenschaftlichen Community in den LOEWE-Schwerpunkt CMMS ein. Alle zwei Wochen präsentieren Vortragende den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des LOEWE-Schwerpunkts ihre aktuellen Forschungsergebnisse. Mit ihren Beiträgen ermutigen Expertinnen und Experten ihres Fachgebiets die CMMS-Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auch zu mehr Kreativität in der Forschung.

Die CMMS Talks finden jeden zweiten Donnerstag jeweils um 14 Uhr im Hörsaal des Frankfurt Institute for Advanced Studies (FIAS), Ruth-Moufang-Str. 1, Frankfurt am Main, statt.

Eine Anmeldung ist nicht nötig.

Zweiter Teil der Ringvorlesung "Entworfene Ordnungen" (engl. Designed Orders) des LOEWE-Schwerpunkts Architekturen des Ordnens ab 3. November an der Goethe-Universität Frankfurt am Main

Der architektonische Entwurfsprozess zielt auf das Herstellen neuer Ordnungen und wird gleichzeitig selbst durch seine praktischen, technischen, sozialen und rechtlichen Rahmenbedingungen strukturiert. Dieser doppelten Relation spüren die Wissenschaftler:innen im Rahmen der Ringvorlesung des LOEWE-Schwerpunkts „Architekturen des Ordnens“ im Sommer- und Wintersemester 2022/2023 nach. Jeder Entwurf imaginiert Zukunft und stellt einen Versuch dar, eine neue räumliche – und damit stets auch soziale – Ordnung hervorzubringen. Dieser projektive Zugriff auf noch Unbekanntes und Ungedachtes setzt dabei planerische Konventionen, bauliche Standards, rechtliche Vorgaben und etablierte architektonische, urbanistische und gesellschaftliche Vorstellungen zueinander ins Verhältnis, überdenkt und dynamisiert sie. „In welcher Weise das Entwerfen die Interaktion dieser verschiedenen und heterogenen Faktoren strukturiert und welche Rolle die Bedingungen, Normen und Werkzeuge des Entwerfens spielen“, sind Fragen, die dabei diskutiert werden sollen.

Die Ringvorlesung findet im Wintersemester 2022/23 an folgenden Terminen statt:


03.11.22 CARSTEN RUHL, DENNIS POHL (Goethe-Universität Frankfurt a.M.)

„Mediated Orders: Material, Media, and Discourse in Architecture“

 

10.11.22 STEFAN KÖGL (Siemens-AG, Berlin)

„Siemensstadt Square – Die zehn Dimensionen der hybriden Stadt“

 

01.12.22 ALLA VRONSKAYA (Universität Kassel)

„The Talent-Meter: Space, Labor, and Architecture in Soviet Russia“

 

15.12.22 ALBENA YANEVA (University of Manchester)

„Disruptions: Architecture at the Time of Pandemic Upheavals“

 

19.01.23 HÉLÈNE JANNIÈRE (Université Rennes 2 – Haute Bretagne)

„Criteria and Instruments of Criticism: The Quest for an Architectural Specificity“

 

02.02.23 REGINE HESS (ETH Zürich)

„Othering Displayed: Racialized Spacemaking of German Exhibitions“

 

Beginn: jeweils 18 Uhr

Veranstaltungsort: Goethe-Universität Frankfurt a.M., Campus Westend, HZ 8

Die Veranstaltungsreihe findet in Präsenz statt. Im Anschluss werden die Vorträge auf den AO-Vimeo-Chanel hochgeladen. 

Den Link dazu finden Sie in Kürze hier.

Okt2022

Sonderausstellung von LOEWE-VeWA: „Klimawissen schaffen – Was die Vergangenheit über die Zukunft weiß“, Eröffnung am 20.10.2022, 19 Uhr, im Senckenberg Naturmuseum Frankfurt am Main

Am Donnerstag, den 20.10.2022 findet ab 19 Uhr die Eröffnungsfeier zur Sonderausstellung des LOEWE-Schwerpunkts VeWA „Klimawissen schaffen – Was die Vergangenheit über die Zukunft weiß“ statt, Einlass ist ab 18:30 Uhr. Dr. Brigitte Franzen und Prof. Dr. Wolfgang Müller eröffnen den Abend und leiten über in eine Gesprächsrunde zwischen Kurator:innen und Klimawissenschaftler:innen.

Wie erforschen Naturwissenschaftlerinnen und Naturwissenschaftler das Klima der Vergangenheit? Und wie hilft dieses Wissen unsere Klimazukunft besser zu verstehen?

In der Sonderausstellung von  LOEWE-VeWA (Vergangene Warmzeiten als natürliche Analoge unserer 'hoch-CO2' Klimazukunft), die vom 21. Oktober 2022 bis 16. Juli 2023 im Senckenberg Naturmuseum Frankfurt am Main gezeigt wird, können Besucher:innen Klimaforscher:innen bei ihrer Spurensuche in die Erdvergangenheit begleiten. Sie können erleben, wie naturwissenschaftliches Arbeiten funktioniert und verlässliches Klimawissen geschaffen wird. Wie erforschen Naturwissenschaftlerinnen und Naturwissenschaftler das Klima der Vergangenheit? Und wie hilft dieses Wissen unsere Klimazukunft besser zu verstehen?

Mit der Ausstellung feiern die Goethe-Universität Frankfurt und die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung einen Höhepunkt ihres gemeinsamen Forschungsprojektes zum Paläoklima und zeigen, wie Wissenschaftskommunikation im Museum funktioniert.

Die Ausstellungen im ersten und zweiten OG sind anlässlich der Eröffnung ebenfalls geöffnet.

Wenn Sie an der Eröffnung der Sonderausstellung teilnehmen möchten, finden Sie alle Informationen auf der Seite des Senckenbergmuseums: senckenberg.de/de/eroeffnung-klimawissen/.

Hybride Ringvorlesung „Sichere Kritische Infrastrukturen“ an der TU Darmstadt mit Unterstützung von LOEWE-emergenCITY

Wie sicher sind unsere Kritischen Infrastrukturen? Dies fragt die digitale Ringvorlesung „Sichere Kritische Infrastrukturen“ ab dem 19.10.2022 jeden Mittwoch im Wintersemester 2022/23 an der TU Darmstadt und online. Die Reihe ist von den Fachgebieten Secure Mobile Networking Lab SEEMOO (Prof. Dr. Matthias Hollick, Sprecher von emergenCITY), Wissenschaft und Technik für Frieden und Sicherheit PEASEC (Prof. Dr. Christian Reuter) und Neuere und Neueste Geschichte (Prof. Dr. Jens Ivo Engels) organisiert und wird von emergenCITY als offizieller Partner unterstützt.

Kritische Infrastrukturen, kurz KRITIS, sind laut BMI „Organisationen oder Einrichtungen mit wichtiger Bedeutung für das staatliche Gemeinwesen, bei deren Ausfall oder Beeinträchtigung nachhaltig wirkende Versorgungsengpässe, erhebliche Störungen der öffentlichen Sicherheit oder andere dramatische Folgen eintreten würden.“

Die Ringvorlesung, die bereits in der 9. Episode jeweils mittwochs von 16.15 bis 17.55 stattfindet, nimmt nun verschiedene dieser kritischen Infrastrukturen in den Blick und schaut auf ihre Sicherheitsherausforderungen. Dazu geben Referentinnen und Referenten verschiedener Forschungseinrichtungen, Unternehmen und Betriebe einen wöchentlichen Fachvortrag.

Im Semester 2022/23 sind dabei externe Wissenschaftler:innen der RTWH Aachen, der TH Köln und des Frauenhofer SIT sowie Experteninnen der Deutschen Flugsicherung, der Deutschen Börse AG sowie der Berater der öffentlichen Hand GmbH u.v.m. mit verschiedenen Themenbereichen vertreten. Den Kickoff-Vortrag am 19.10. mit einer Einführung in Sichere Infrastrukturen hält Prof. Christian Reuter, PEASEC, TU Darmstadt.

Wann: jeweils mittwochs von 16.15 Uhr bis 17.55 Uhr
Wo: Raum S101/A5 (Software AG Hörsaal, Karolinenplatz 5, 64289 Darmstadt) sowie digital via ZOOM

LOEWE-USAG – Conference on Arithmetic Algebraic Geometry vom 3. bis 7. Oktober an der TU Darmstadt

Vom 3. bis 7. Oktober veranstaltet der LOEWE-Schwerpunkt „Uniformisierte Strukturen in Arithmetik und Geometrie (USAG)“ die Conference on Arithmetic Algebraic Geometry an der TU Darmstadt. Dies ist der Nachholtermin der für die bereits im März 2020 geplante Konferenz, die aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt werden musste.

Die arithmetische algebraische Geometrie hat in den letzten Jahrzehnten spektakuläre Fortschritte erzielt, was nicht zuletzt durch die Vielzahl an Fieldsmedaillen, den "Nobelpreisen für Mathematik", dokumentiert wird, die kürzlich in diesem Gebiet vergeben worden sind.

Besonders durch die Arbeiten von Peter Scholze, der bisher als zweiter Deutscher im Jahr 2018 die Fieldsmedaille erhalten hat, entwickelte sich dieses Gebiet und sein Einfluss auf die gesamte theoretische Mathematik rasant weiter.

Für die Vorträge konnten hochkarätige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wie Prof. Dr. Bhargav Bhatt, University of Michigan, Prof. Dr. Toby Gee, Imperial College London, Prof. Dr. Laurent Fargues, Institute de Mathématiques de Jussieu Paris, Prof. Dr. Hélène Esnault, Freie Universität Berlin, Prof. Dr. Ana Caraiani, Imperial College London oder Prof. Dr. Peter Scholze, Universität Bonn, gewonnen werden. Die Vortragenden berichten über die aktuellsten Durchbrüche und Entwicklungen auf dem Gebiet der Geometrie und der Arithmetik.

Die Veranstaltung wird durch Mittel des LOEWE-Schwerpunkts USAG und des neu eingerichteten DFG-Sonderforschungsbereichs TRR 326 GAUS unterstützt.

Ort der Konferenz: TU Darmstadt, Hörsaal unter dem Uhrturm, Hochschulstr. 4

Sep2022

LOEWE-Minderheitenstudien: Workshop „Minderheiten im Zagros – Sprache und Identität“ am 19. und 20. September 2022, Goethe-Universität Frankfurt

Der Zagros ist die Kontaktzone von Kulturen, Religionen und politischen Mächten, seit wir historische Aufzeichnungen haben. Es ist auch die Heimat vieler sowohl sprachlicher als auch religiöser Minderheiten. In dem Workshop „Minderheiten im Zagros – Sprache und Identität“ des LOEWE-Schwerpunkts Minderheitenstudien – Sprache und Identität, der vom 19. bis 20. September an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main stattfindet, konzentrieren sich Prof. Dr. Saloumeh Gholami, Goethe-Universität Frankfurt und Dr. Thomas Jügel, Centrum für Religionswissenschaftliche Studien (CERES), Ruhr-Universität Bochum, auf die gemeinhin als „Gorani“ bezeichnete Gemeinschaft. Trotz tiefer sprachlicher Unterschiede wird Gorani von den meisten seiner Sprecher als kurdischer Dialekt wahrgenommen, unter denen Anhänger der Ahl-e Haqq oder Yaresan zu finden sind. Präsentationen über die dialektale Vielfalt von Gorani, seine literarische Tradition und seinen religiösen Glauben werden durch Präsentationen über andere Minderheiten der Region ergänzt. In diesem Zusammenhang versucht der Workshop, die historische Beziehung der Gemeinschaften im Zagros zu beleuchten und besser zu verstehen, was sie mit ihren Nachbarn verbindet oder was sich von ihnen entfremdet.

Begleitet wird der Workshop von einer Ausstellung von Gorani-Manuskripten und der Vorführung eines Dokumentarfilms. Der Worksop findet von 19. bis 20. 09. 2022 ab 9 Uhr im Commerzbank Room (EG), des House of Finance, an der Goethe-Universität Frankfurt statt.

Zu allen weiteren Fragen finden Sie unter gholami@em.uni-frankfurt.de Kontakt und Informationen.

LOEWE-FLOW FOR LIFE – Minisymposium rund um das Forschungsthema steuer- und messbare, künstliche Versorgungsnetzwerke für 3D-Zellkulturen, 15.09. 2022, 18–20 Uhr, TU Darmstadt

Der LOEWE-Schwerpunkt FLOW FOR LIFE veranstaltet am 15. September 2022 von 18 bis 20 Uhr sein zweites Minisymposium seit seinem Förderungsstart im Januar 2022. Die hybride Veranstaltung findet vor Ort an der TU Darmstadt am Campus Lichtwiese statt. Wer nicht vor Ort dabei sein kann, ist herzlich eingeladen via ZOOM teilzunehmen.

Prof. Sarah Heilshorn, Direktorin des Geballe Laboratory for Advanced Materials an der Stanford University und Prof. Fredrik Lundell, der im Bereich der Strömungsphysik von der Theorie bis zur Anwendung forscht, sind an diesem Tag Referentin bzw. Referent.

Sarah Heilshorn leitet in Stanford ein Forschungsteam, das sich auf das Design von Biomaterialien konzentriert, die regenerative Medizin, 3D-Biodruck und personalisierte Medizin ermöglichen. Bei Ihrem Vortrag geht es um „Maßgeschneiderte Biomaterialien für den 3D-Biodruck“.

Fredrik Lundell arbeitet an der Königlich Technischen Hochschule (KTH) Royal Institute of Technology in Stockholm und forscht an der Bewegung von Partikeln in verschiedenen Strömungen, die für neue Montagetechniken für biobasierte Materialien genutzt werden können und hält einen Vortrag zu Filamenten aus Cellulose- und Protein-Nanofibrillen: Aufbau, Nanostruktur, Eigenschaften und Anwendungen.

Sowohl für die persönliche als auch die Teilnahme via Zoom ist eine Anmeldung unter krueger@sla.tu-darmstadt.de erbeten.

Jul2022

“Resilience of Interdependent Power & ICT Systems” – Distinguished Lecture von LOEWE-emergenCITY mit Prof. Hermann de Meer am 7.7.2022, 16:15 Uhr

Das LOEWE-Forschungszentrum emergenCITY und der vom DFG geförderte Sonderforschungsbereich MAKI (Multi-Mechanismen-Adaption für das künftige Internet) laden ein zur Distinguished Lecture mit Professor Dr. Hermann de Meer von der Universität Passau. Der Vortrag mit dem Titel: “Resilience of Interdependent Power & ICT Systems”, findet am 7. Juli 2022, um 16:15 Uhr via Zoom statt.

Ausfallsicherheit ist eine Schlüsseleigenschaft von Kommunikationssystemen. Zwar hat ein Ausfall für viele Systeme nur geringe Auswirkungen, wie zum Beispiel Einnahmeverluste. Geht es jedoch um Systeme, bei denen kritische Infrastrukturen betroffen sind, stellt sich die Sache anders dar. Wenn die Versorgung mit sauberem Wasser, Wärme oder Strom ausfällt, hat dies schwerwiegende Folgen, durch die nicht nur Geld, sondern auch Menschenleben auf dem Spiel stehen. Dies erhöht die Bedeutung der Resilienz in Systemen dramatisch. Im Vortrag von Professor Prof. Hermann de Meer wird die Beziehung zwischen Resilienz und dem vernetzten Intercultural Communication Technology (ICT)- und Energiesystem im Zusammenhang mit intelligenten Netzen erläutert. Dabei liegt der Schwerpunkt des Vortrags auf zwei Aspekten: Einerseits werden die Maßnahmen zur Behebung von einzelnen Leitungsfehlern und Frequenzschwankungen untersucht, andererseits wird erörtert, wie die Wiederherstellung im Katastrophenfall aussieht, wenn diese Maßnahmen fehlschlagen. Da für künftige Netze ein Trend zu mehr erneuerbarer und dezentraler Erzeugung sowie zu weniger Reserveerzeugung vorhergesagt wird, sollen insbesondere diese Szenarien erläutert werden.

Prof. Hermann de Meer promovierte 1992 an der Universität Erlangen-Nürnberg. Er war Assistenzprofessor an der Universität Hamburg, Gastprofessor an der Columbia University in New York City und Vortragender am University College London. Seit 2003 lehrt de Meer an der Universität Passau und ist Honorarprofessor am University College London. Zu seinen Forschungsgebieten gehören Cloud Computing, Energiesysteme, Netzwerkvirtualisierung, IT-Sicherheit, Smart Grid, Smart City, Industrie 4.0, Digitalisierung von Energiesystemen, Computernetzwerken und Kommunikation sowie verteilte Systeme.

 


Jun2022

LOEWE-Schwerpunkt iCANx veranstaltet 4. Minisymposium (virtuell) am 29. Juni von 15-18 Uhr

Der LOEWE-Schwerpunkt iCANx (Cancer - Lung (Disease) Crosstalk: Tumor and Organ Microenvironment) lädt herzlich alle Interessierten zum vierten iCANx Minisymposium am 29. Juni von 15 bis 18 Uhr ein. Um die Veranstaltung einem breiten (Fach-)Publikum zugänglich zu machen und auch Wissenschaftler:innen aus aller Welt einladen zu können, findet das Minisymposium virtuell via Cisco Webex statt.

Vier herausragende Wissenschaftler:innen stellen ihre Forschungsergebnisse in englischer Sprache zu folgenden Themen vor:

Albrecht Stenzinger (Universitätsklinik Heidelberg, Deutschland)

- „Immunoncology and Biomarkers“

Julia Kargl (Medizinische Universität in Graz, Graz, Österreich)

- „Tumor-associated Neutrophils in Non-small Cell Lung Cancer“

Oleg Demidov (University of Burgundy, Dijon, Frankreich)

- „DNA damage response, Clonal Hematopoiesis, and Anti-tumor Immunity"

Seyed Javad Moghaddam (University of Texas MD Anderson Cancer Center, Houston, USA)

- „Reprogramming Lung Inflammatory Microenvironment: An Alternative Path to Prevention and Treatment of K-ras Mutant Lung Cancer”

Weitere Informationen (u. a. Biosketches der Vortragenden) und Link zur Anmeldung sind zu finden auf https://www.uni-giessen.de/icanx.

LOEWE-Schwerpunkt GreenDairy stellt neuen Forschungsstall für Öko-Milchkühe auf den Öko-Feldtagen vom 28. bis 30. Juni in Villmar vor

Auf der Hessischen Staatsdomäne Gladbacherhof in Villmar wird anlässlich der Öko-Feldtage vom 28.-30. Juni 2022 der neue Forschungsstall des LOEWE-Schwerpunkts GreenDairy - Integrierte Tier-Pflanze-Agrarökosysteme erstmals vorgestellt. Der Stall für Öko-Milchkühe verfügt über die neueste digitale Technik in den Bereichen Fütterung, Melken, Entmisten und Emissionsmessung. Während der Veranstaltung wird es täglich Vorträge auf dem Tier-Forum geben und es sind Stallführungen im Forschungsstall sowie eine Posterausstellung geplant.

Der Gladbacherhof ist ein europaweit einzigartiger Forschungsstall für die ökologische Milchviehhaltung. Wissenschaftler:innen von Green Dairy untersuchen dort die komplexen Wirkungen von ökologischer High- und Low-Input Milchproduktion auf Tier, Pflanze und Umwelt. Im Fokus stehen die flächengebundene Tierhaltung und die geschickte Verzahnung von Pflanzenbau und Tierhaltung, welche enorme Potenziale hinsichtlich der Ertragsstabilität, Risikominimierung und dem Ressourcenschutz bieten.

Minisymposium von LOEWE- FLOW FOR LIFE zum Thema: "Gewebeaufbau erfordert analytische und konstruktive Ansätze" am 15.06.2022 an der TU Darmstadt (Hybridveranstaltung)

Der LOEWE-Schwerpunkt FLOW FOR LIFE veranstaltet am 15. Juni 2022 von 18.00-20.00 Uhr an der TU Darmstadt und online ein Minisymposium zu dem Thema: “Gewebeaufbau erfordert analytische und konstruktive Ansätze – Einblicke in die Knochenregeneration und Aufbau eines Gefäßnetzwerks.”

Der Aufbau von Geweben für klinische Zwecke (um erkranktes oder verlorenes Gewebe zu rekonstruieren oder zu ersetzen) und für präklinische Zwecke (um menschliche Gewebe zu erzeugen, die für Arzneimitteltoxizitäts- und Wirksamkeitstests verwendet werden können) erfordert sowohl analytische als auch konstruktive Ansätze: Analysen, wie sich Gewebe entwickeln und regenerieren, bilden die Grundlage für Ideen und Experimente zur Nutzung zellulärer und synthetischer Materialien für den Gewebe(wieder-)aufbau.

Vorträge:

  • Catherine Picart (CEA Grenoble und Université Grenoble-Alpes): „Bioaktive Medizinprodukte zur Knochenregeneration“
  • Claudio Franco (Instituto de Medicina Molecular, Universidade de Lisboa): „Wie man ein effizientes Gefäßnetzwerk aufbaut“.

Ort: Campus Botanischer Garten, TU Darmstadt, Gebäude B2/61

Für den Zoom-Link wenden Sie sich bitte an mbecker@bio.tu-darmstadt.de

LOEWE-Schwerpunkt IDG lädt ein zu Buchpräsentation und Website-Launch „Mobility Design – Die Zukunft der Mobilität gestalten“ am 14. Juni 2022 in den Räumen des BDA Hessen, Frankfurt am Main

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des LOEWE-Schwerpunkts Infrastruktur-Design-Gesellschaft (IDG) präsentieren am 14. Juni 2022 um 18 Uhr in Kooperation mit dem Bund Deutscher Architektinnen und Architekten (BDA) Hessen den Bildband „Mobility Design – Die Zukunft der Mobilität gestalten“. Darüber hinaus wird der neue digitale „Mobility Design Guide“ vorgestellt und öffentlich zugänglich gemacht. Steigende Anforderungen an eine umweltschonende und menschenfreundliche Mobilität sind nicht nur eine politische, organisatorische und planerische Aufgabe, sondern machen es auch für die gestaltenden Disziplinen, für Architektur und Design, unabdingbar, neue Lösungen zu entwickeln. Der Bildband versammelt Konzepte und bereits realisierte Projekte aus Design, Architektur und Städtebau, die in beispielhafter Weise die Zukunft einer nachhaltigen und vernetzten Mobilität greifbar machen. Der „Mobility Design Guide“ ist ein interaktiver Leitfaden, der Modelle und Forschungsgrundlagen zur Unterstützung der Planung und Realisierung zukunftsorientierter und nachhaltiger Mobilitätskonzepte bietet.

Die Präsentation übernehmen Prof. Dr. Kai Vöckler, Urban Design, und Prof. Peter Eckart, Integrierendes Design, Hochschule für Gestaltung Offenbach, sowie Prof. Andrea Krajewski, Interactive Media Design, Hochschule Darmstadt. Moderiert wird die Veranstaltung von Dipl.-Ing. Christian Holl, BDA Hessen.  

Mai2022

Scout Station: Offene Mitmach-Station zum Thema Paläoklimaforschung von LOEWE-VeWA zur BioFrankfurt-Erlebniswoche „Vielfalt in und um Frankfurt“ am 25. Mai 2022

Am 25. Mai von 16 bis 18 Uhr findet im Senckenberg Naturmuseum eine Scout Station – eine Offene Mitmach-Station des LOEWE-Projektes VeWA (Vergangene Warmzeiten als natürliche Analoge unserer 'hoch-CO2' Klimazukunft) zur Bio-Frankfurt-Erlebniswoche „Vielfalt in und um Frankfurt“ statt. Im Zentrum dieser Veranstaltung steht die Frage, was Paläoklimaforschung, also die Erforschung des Klimas vergangener Zeiten, mit biologischer Vielfalt zu tun hat. Es wird beleuchtet, mit welchen Methoden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler das Klima der Vergangenheit erforschen und welche Bedeutung dieses Wissen für Betrachtungen über unsere Klimazukunft hat. An der Mitmach-Station erfahren Besucherinnen und Besucher mehr zur „Paläoklimaforschung“ und können winzige Fossilien unter dem Mikroskop entdecken.

Die Veranstaltung ist kostenlos. Keine Anmeldung erforderlich. Informationen im Senckenberg-Veranstaltungskalender: https://museumfrankfurt.senckenberg.de/de/kalender/scout-station-palaeoklimaforschung/

Am 20. Oktober 2022 eröffnet das Senckenberg Naturmuseum die Sonderausstellung „Klimawissen schaffen“, in welcher die Forscher:innen bei der Spurensuche in der Klimavergangenheit begleitet werden können.

Dem Klima auf der Spur! Führung & Workshop von LOEWE-VeWA für Kinder von 8 bis 11 Jahren am 18. Mai 2022

Das LOEWE-Projekt VeWA (Vergangene Warmzeiten als natürliche Analoge unserer 'hoch-CO2' Klimazukunft) veranstaltet am 18. Mai von 16.00 bis 17.30 Uhr im Senckenberg Naturmuseum Frankfurt eine Führung mit anschließendem Workshop zum Thema „Dem Klima auf der Spur!“. In der Veranstaltung wird in kindgerechter Sprache die Frage behandelt, was die Begriffe Klima und Klimawandel bedeuten und erklärt, wie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler das Klima erforschen. Die Kinder lernen Lebewesen kennen, die bereits vom Klimawandel beeinträchtigt sind und es wird gemeinsam überlegt, wie das Klima geschützt werden kann. Die Teilnahmegebühr für Interessierte beträgt 15 Euro, für Senckenberg-Mitglieder 12 Euro.

Anmeldung über den Senckenberg-Veranstaltungskalender: https://museumfrankfurt.senckenberg.de/de/kalender/dem-klima-auf-der-spur/

Am 20. Oktober 2022 eröffnet dazu auch die Sonderausstellung „Klimawissen schaffen“, in welcher die Forscher:innen bei der Spurensuche in der Klimavergangenheit begleitet werden können.

Apr2022

"Entworfene Ordnungen" so der Titel des ersten Teils der Ringvorlesung des LOEWE-Schwerpunkts Architekturen des Ordnens, die am 21. April 2022 startet

Der architektonische Entwurfsprozess zielt auf das Herstellen neuer Ordnungen und wird gleichzeitig selbst durch seine praktischen, technischen, sozialen und rechtlichen Rahmenbedingungen strukturiert. Dieser doppelten Relation spüren die Wissenschaftler:innen im Rahmen der Ringvorlesung des LOEWE-Schwerpunkts „Architekturen des Ordnens“ im Sommer- und Wintersemester 2022/2023 nach. Jeder Entwurf imaginiert Zukunft und stellt einen Versuch dar, eine neue räumliche – und damit stets auch soziale – Ordnung hervorzubringen. Dieser projektive Zugriff auf noch Unbekanntes und Ungedachtes setzt dabei planerische Konventionen, bauliche Standards, rechtliche Vorgaben und etablierte architektonische, urbanistische und gesellschaftliche Vorstellungen zueinander ins Verhältnis, überdenkt und dynamisiert sie. „In welcher Weise das Entwerfen die Interaktion dieser verschiedenen und heterogenen Faktoren strukturiert und welche Rolle die Bedingungen, Normen und Werkzeuge des Entwerfens spielen“, sind Fragen, die dabei diskutiert werden sollen. Während der Schwerpunkt der Ringvorlesung im Sommersemester darauf liegt, wie Ordnung in den Entwurfsprozess kommt, nimmt das zweite Halbjahr das Wechselverhältnis von Entwurfsprozessen und ihren spezifischen Entwurfsgegenständen in den Blick.

Die Ringvorlesung findet im Sommersemester an folgenden Terminen statt:

21.04.22 CLAUDIA MAREIS (Humboldt-Universität Berlin) »Kombinatorische Kreativität: Entwerfen und Erfinden zwischen Ordnung und Kontingenz«

05.05.22 LIONEL DEVLIEGER (Ghent University, RotorDC) »Assembling Fragments: Designing with Salvaged Building Components«

02.06.22 NATHALIE BREDELLA (Karlsruher Institut für Technologie) mit NICK FÖRSTER (Technische Universität München) und BENJAMIN BEIL (Universität Köln) »Tools of Play: Planungsstrategien der Metastadt«

07.07.22 HAUKE HORN (Universität Mainz) »Eine Frage des Geldes? Immobilienwirtschaft und Kommunalpolitik als ordnende Kräfte bei Planung und Bau von Bankhochhäusern in Frankfurt a. M.«


Beginn: jeweils 18 Uhr 

Veranstaltungsort: Casino auf dem Campus Westend, Raum 1.811 

Ausnahme: Der Vortrag am 07.07. findet im ExNo-Gebäude, Raum EG.01 statt.


Die Veranstaltungsreihe findet im Hybridformatstatt , Interessierte können entweder in Präsenz oder  via Zoom teilnehmen. Die Links für die Teilnahme via Zoom werden jeweils auf der Website des Schwerpunkts unter www.architecturesoforder.org veröffentlicht.




LOEWE-Schwerpunkt Minderheitenstudien startet am 12. April mit öffentlicher Ringvorlesung „zu den Methoden, Theorien und der Praxis der Minderheitenstudien interdisziplinär"

Am 12. April startet im Rahmen der Forschungsarbeit des LOEWE-Schwerpunkts Minderheitenstudien im Sommersemester eine Ringvorlesung „zu den Methoden, Theorien und der Praxis der Minderheitenforschung interdisziplinär“.

Die von siebzehn Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des LOEWE-Schwerpunkts „Minderheitenstudien: Sprache und Identität“ ausgerichtete Ringvorlesung findet an der Goethe-Universität Frankfurt am Main statt. Sie behandelt die Wechselwirkung unterschiedlicher Verhältnisse (Relationen) von Selbst- und Fremdwahrnehmung und Identität "im eigenen Land" und im "Ausland" exemplarisch an verschiedenen Minderheitengruppen aus dem Nahen Osten und Nordafrika in Deutschland und den jeweiligen Herkunftsländern.

Seit 2015 erlebt Europa die massivste Migrationswelle seit dem zweiten Weltkrieg. Eine große Zahl der Betroffenen gehört zu Minderheiten aus dem Nahen Osten, die vor Krieg, Gewalt und Unterdrückung ihre Heimatländer mit dem Ziel Europa verlassen. Durch die neuen gesellschaftlichen Herausforderungen entstehen bisher weitgehend unbeachtete Forschungsaufgaben, die sich in den folgenden drei Relationen manifestieren:

  • Die Relation zwischen Minderheiten „im eigenen Land“ und Minderheiten „im Ausland“
  • Die Relation zwischen Selbstwahrnehmung und Fremdwahrnehmung von Minderheiten (sowohl „im eigenen Land“ wie „im Ausland“)
  • Die wechselseitige Relation der identitätsbedingenden Vorgaben Sprache, Religion, Kultur und Ethnos, in Selbstsicht und Fremdsicht „im eigenen Land“ und „im Ausland“.

Wann: Dienstags von 16:00 bis 18:00 Uhr (außer am 14. Juni 14:00 bis 16:00 Uhr), Start am 12. April 2022

Wo: Campus Westend IG 411 (außer am 14. Juni HZ6) und Online

Anmeldung:

Studierende melden sich auf OLAT als Teilnehmer/in an:

https://olat-ce.server.uni-frankfurt.de/olat/auth/RepositoryEntry/14538735618/CourseNode/1648520492816467003

Interessierte können sich über loewe-minderheitenstudien@uni-frankfurt.de für die einzelnen Termine anmelden und erhalten rechtzeitig einen Zugangslink zugeschickt.

Programm siehe unten

Feb2022

Wissenschaftler:innen von LOEWE-TBG entwickeln einen neuen Ansatz zur Wirkstoff-Forschung, der Einblick in die Wirkung von Tiergiften gibt

Frankfurt, 16.02.2022. Tiergifte bilden eine wertvolle Quelle bei der Entdeckung neuer Arzneistoffe. Aufschlussreich sind dabei vor allem ihre besondere Wirkungsweise auf den Organismus und ihre komplexe Zusammensetzung. Wie genau sie jedoch wirken, ist immer noch weitgehend unbekannt. Wissenschaftler:innen des LOEWE-Zentrums für Translationale Biodiversitätsgenomik (TBG) waren jetzt an der Entwicklung eines neuen Ansatzes zur Wirkstoff-Forschung beteiligt, um so ein umfassendes Bild zu erhalten, wie Gifte biologische Systeme beeinflussen.

Der Ansatz der „Netzwerkpharmakologie“, den die Wissenschaftler:innen verfolgen, hat das Ziel, durch die Zusammenführung verschiedener Analysemethoden eine ganzheitliche Aussage über biologische Reaktionen auf bestimmte Wirkstoffe aus Tiergiften zu treffen.

Am Beispiel des Stachelrochens, an dessen Schwanz sich ein giftiger Stachel mit Widerhaken befindet, nahmen die Forscher:innen eine Genom-Analyse des Gifts vor und verglichen diese mit physiologischen Daten der Tiere. Hierzu wurden mehrere Süßwasser- und Salzwasserarten untersucht. Die kombinierte Analyse der unterschiedlichen Giftproben ermöglichte es erstmals, eine Aussage über den Wirkmechanismus der Giftkomponenten und den zeitlichen Ablauf der Vergiftung zu treffen. Darüber hinaus könnten die Ergebnisse auf alle Stachelrochen-Arten sowie auf alle weiteren bekannten Giftfische übertragen werden, von denen insgesamt 2.900 bekannte Arten existieren, vermuten die Wissenschaftler:innen.

„ [ …] Für uns bietet er [der Ansatz der Netzwerkpharmakologie] eine aussichtsreiche Methode, der schwierig zu analysierenden Wirkung von Tiergiften auf die Spur zu kommen. Wir sehen hier zahlreiche Einsatzfelder, denn neue Studien zeigen, dass Krankheiten häufig nur durch sogenannte Medikamentencocktails – also eine Kombination verschiedener Wirkstoffe – gut behandelt werden können“, so Studienleiter Prof. Dr. Andreas Vilcinskas vom LOEWE-Zentrum für Translationale Biodiversitätsgenomik, der Justus-Liebig-Universität Gießen und Leiter des Institutsteils Bioressourcen am Fraunhofer-Institut für Molekularbiologie und Angewandte Oekologie IME in Gießen.

Im nächsten Schritt wollen die Forscher:innen die im Rochengift analysierten Proteine künstlich herstellen, um weitere Wirkungsweisen im Organismus zu untersuchen.

1. INTERNATIONALER WORKSHOP ZUR DATENSPEICHERUNG IN MOLEKULAREN MEDIEN, 21. bis 23. März 2022, Leitung LOEWE-MOSLA

Heutzutage werden alle wichtigen Informationen in digitalen Bibliotheken gespeichert, so z. B. auf Bändern oder in vernetzten Speichersystemen (Clouds). Geht es allerdings um langfristige Speicherung von Informationen, sind diese Systeme aber immer noch unzuverlässig. Denn sollte es zu Sonnenstürmen oder andere elektromagnetischen Katastrophen kommen, wird die Menschheit mit einem digitalen dunklen Zeitalter konfrontiert werden. Für Nichtwissenschaftler:innnen mag das zunächst wie Science Fiction klingen,  ist es aber nicht, sondern leider eine reale Gefahr. Würde z. B.  ein besonders starker Sonnensturm die Erde mit geladenen Teilchen „bombardieren“, könnte dies nicht nur die Stromnetze und Satelliten massiv stören, sondern auch das Internet längerfristig zum Erliegen bringen. Digital gespeicherte Daten, wie z. B. solche zur Produktion von Banknoten, wären gelöscht und Schäden von verheerendem Ausmaß vorprogrammiert. Um eine praktikable Lösung zu finden und um sich gegen diese Herausforderungen zu wappnen, sollten die bestehende Speicherhierarchie durch den Einsatz von molekularen Clustern und Speichersystemen erweitert werden. Die Bewältigung dieser Aufgabe funktioniert aber nur, wenn Wissenschaftler:innen über Fachbereiche – wie z. B. Mathematik, Informatik und Biologie – hinweg zusammenarbeiten. Der heutige Stand der Technik, der sich mit molekularen Clustern und Speichersystemen befasst, basiert auf den Gebieten der Biologie und Chemie. Einerseits wurden bei den bestehenden DNA-basierten Ansätzen hauptsächlich kurze synthetische DNA als Informationsträger verwendet, die auf den genetischen Basen (A, C, G, T) beruhen. Andererseits hat sich die anorganische Chemie als hilfreich erwiesen, um Informationen in chemischen Clustern durch Absorption und Emission von Licht zu speichern, wobei sie sich auf eine neuartige Geometrie stützt, die durch kristallähnliche Strukturen entsteht. Im Rahmen des Workshops kommen Forscherinnen und Forscher aus den Bereichen Biologie, Chemie, Mathematik und Informatik sowie der visuellen Analytik und verwandten Disziplinen vom 21. bis 23. März 2022 zusammen, um gemeinsam zu arbeiten und zu diskutieren. Ein weiterer Schritt, um so die Entwicklung molekularer Medien und deren Standardisierung voranzutreiben. 

Geleitet wird der Workshop von Georges Hattab, Dominik Heider und Anke Becker, alle Wissenschftler:innen des LOEWE-Schwerpunkts-MOSLA, dessen Federführung an der Phillips-Universität Marburg liegt.

abonnieren

ProLOEWE NEWS

ProLOEWE-NEWS Jubiläumsausgabe

Themen

ProLOEWE feiert 10. Geburtstag mit einer großen JUBILÄUMSAUSGABE der ProLOEWE-NEWS. In dieser finden Sie Berichte aus aktuellen und ehemaligen LOEWE-Zentren und -Schwerpunkten, die Themen reichen von KI und Bauen mit Papier bis hin zu ökologischer Landwirtschaft, Klimawissen aus der Vergangenheit und die Zukunft der Mobilität. Ganz besonders freuen wir uns über die zahlreichen Glückwünsche die diese besondere Ausgabe "eröffnen"!

ProLOEWE persönlich

Im ProLOEWE-persönlich gibt Matthias Hollick Einblicke in seine Arbeit. Im zweiten Teil der Ausgabe finden Sie eine Übersicht über die seit Start des Programms geförderten LOEWE-Projekte.

Download

Nächste Ausgabe

März 2023