LOEWE-Vorhaben
Medical RNomics RNA-regulierte Netzwerke bei humanen Erkrankungen
Ribonukleinsäuren – kurz RNAs – übernehmen im menschlichen Körper vielfältige Aufgaben: RNA-Moleküle können unter anderem genetische Informationen übertragen und regulieren, ob das vom Gen kodierte Protein in der Zelle gebildet wird sowie zu welcher Zeit und in welcher Menge dies geschieht. Die Entdeckung neuer regulatorischer Ribonukleinsäuren hat in den letzten Jahren zu der Erkenntnis geführt, dass fehlerhafte RNA-abhängige Prozesse der Genregulation sehr oft zu Krankheiten führen. Zugleich ermöglichen heute neue Technologien der Hochdurchsatz-Sequenzierung, die Netzwerke regulatorischer RNAs und deren pathologische Veränderungen in ihrer Gesamtheit zu erfassen. Der LOEWE-Schwerpunkt Medical RNomics will diese neuen Analysemethoden auf wichtige Volkskrankheiten anwenden, insbesondere auf Tumor-, Infektions- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Dies soll nicht nur neue Einblicke in die krankheitsverursachenden Prozesse erlauben, sondern vor allem neue diagnostische RNA-Biomarker liefern und neuartige Therapie-Strategien eröffnen.
Partner
- Justus-Liebig-Universität Gießen
- Philipps-Universität Marburg
- Goethe-Universität Frankfurt am Main
- Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung, Bad Nauheim
- Life Technologies, Darmstadt
- GenXPro, Frankfurt
- BITE, Gießen
- CSL Behring, Marburg
Fachrichtungen
- Medizin
- Biologie
- Chemie
- Biochemie
Förderzeitraum
2015 bis 2018Sprecher
- Prof. Dr. Albrecht Bindereif,
Justus-Liebig-Universität Gießen - Prof. Dr. Bernd Schmeck (Stellvertreter), Philipps-Universität Marburg
Standorte
- Bad Nauheim
- Frankfurt am Main
- Gießen
- Marburg