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Prof. Jan Schuller, als Wissenschaftler auch an den LOEWE-Projekten Tree-M und RobuCop beteiligt, erhält Heisenberg-Professur der DFG

Prof. Schuller wird mit DFG-Professur gefördert
© Rolf K. Wegst
Der Marburger Biochemiker Dr. Jan Schuller erhält eine Heisenberg-Professur der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

Prof. Schuller, der am Zentrum für Synthetische Mikrobiologie (SYNMIKRO) der Philipps-Universität Marburg auch für die LOEWE-Schwerpunkte Tree-M und RobuCop forscht, wird mit einer Heisenberg-Professur der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert. Für zunächst fünf Jahre unterstützt die DFG seine Forschung zu den molekularen Mechanismen der Methanbildung durch Mikroorganismen – ein Forschungsfeld mit hoher Relevanz für den Klimaschutz.

Methan zählt zu den stärksten Treibhausgasen und trägt erheblich zur Erderwärmung bei. Jan Schuller untersucht, wie sogenannte Methanogene Methan produzieren und welche bioenergetischen Prozesse diesem Stoffwechsel zugrunde liegen. Langfristiges Ziel seiner Forschung ist es, neue Ansätze zur Verringerung von Methanemissionen zu entwickeln.

„Wenn wir verstehen, wie Mikroorganismen Methan bilden, hilft uns das nicht nur bei der Erforschung der Evolution des Lebens, sondern auch bei der Bekämpfung des menschengemachten Klimawandels“, erklärt Prof. Schuller. Die Heisenberg-Professur stärke zugleich die exzellente Forschungslandschaft in Marburg: „Wir arbeiten dabei an einem Kernthema des Exzellenzclusters M4C und können die dort vorhandenen Synergien optimal nutzen.“

Mit der Förderung würdigt die DFG einen Wissenschaftler, der bereits vielfach für seine Forschung ausgezeichnet wurde. Jan Schuller erhielt unter anderem den Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der DFG, einen ERC Starting Grant sowie den VAAM-Forschungspreis. Die Heisenberg-Professur bietet ihm nun die Möglichkeit, seine international sichtbare Forschung zur mikrobiellen Strukturbiologie weiter auszubauen und gleichzeitig innovative Lehrangebote zu entwickeln.

Das Heisenberg-Programm der DFG richtet sich an herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die alle Voraussetzungen für eine Lebenszeitprofessur erfüllen. Mit der Förderung können sie ihre wissenschaftliche Unabhängigkeit weiter ausbauen und sich auf eine dauerhafte Leitungsposition vorbereiten.