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Professorin Michèle Knodt von LOEWE-emergenCITY zur Blackout-Gefahr in Hessen

Prof. Michèle Knodt zur Blackout-Gefahr in Hessen

Mit Blick auf den großflächigen Stromausfall in Berlin stellen sich die Fragen: Wie gut ist Hessen vor einem Blackout geschützt? Wie sicher ist die kritische Infrastruktur? Antworten hierauf suchte der hr in einem Beitrag zum Thema und sprach mit Expertinnen und Experten aus Katastrophenschutz und Forschung. Michèle Knodt, stellvertretende Sprecherin des LOEWE-Zentrums emergenCITY, Direktorin des Anwendungs- und Transferzentrums Digital Resilience Xchange  und Professorin für Politikwissenschaft an der TU Darmstadt, erläutert das leitende Prinzip Resilienz – eine Stadt oder Gesellschaft sollte in einem Krisenfall durch Vorkehrungen so schnell wie möglich zurück zur Normalität kommen können – weist jedoch auch auf die Verwundbarkeit der hochtechnisierten Gesellschaft hin: „Wir können hundert Prozent der Infrastruktur auf keinen Fall schützen.“ Besonders kritisch seien Ausfälle an Kommunikationseinrichtungen und -mitteln, so Prof. Knodt. Um genau auf solche Ausfälle vorbereitet zu sein, forschen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von emergenCITY zu "Resilienten digitalen Städten". So konnten sie 2025 die „Litfaßsäule 4.0“, eine energieautarke Erweiterung für Litfaßsäulen, des LOEWE-Zentrum emergenCITY, der TU Darmstadt und von Wirtschaftspartnern als Prototyp vorstellen. Die Säule kann von Rettungskräften angesteuert und mit Informationen gespeist werden, um so schnell den Informationsfluss in der Bevölkerung zu organisieren. Ein wichtiger Baustein, um für den Fall eines Blackouts gerüstet zu sein.

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