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Zukunft der Landwirtschaft: Neues Innovationszentrum für Agrarsystemtransformation gestartet – unter Beteiligung zahlreicher LOEWE-Wissenschaftler:innen

Mit dem Start des Innovationszentrums für Agrarsystemtransformation (IAT) in Berlin geht ein bedeutendes Projekt der deutschen Agrarforschung an den Start. Ziel ist es, Landwirtschaft klimaresilient, nachhaltig und gleichzeitig wettbewerbsfähig zu gestalten. Gemeinsam arbeiten das Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF), die Universität Kassel, die Justus-Liebig-Universität Gießen und die Hochschule Geisenheim University an neuen Lösungen – und zwar nicht nur im Labor, sondern direkt in der Praxis. Im Zentrum stehen sogenannte Reallabore in Hessen und Brandenburg, in denen Forschung, Landwirtschaft, Politik und Gesellschaft zusammenarbeiten und neue Ansätze unter realen Bedingungen erprobt werden. Hessen spielt dabei eine wichtige Rolle: In Kassel-Witzenhausen entsteht ein Reallabor zur ökologischen Landwirtschaft in Nordhessen. Gleichzeitig wird Gießen Standort des zentralen Koordinationsbüros. Inhaltlich geht es um integrierte Pflanzen-Tier-Agrarsysteme in hessischen Mittelgebirgen.
Am Standort Geisenheim werden multifunktionale, klimaresiliente Weinbausystemen im Rheingau untersucht. Beteiligt sind zahlreiche Wissenschaftlerinnen, aus den LOEWE-Projekten GreenDairy und TRIO, wie beispielsweise Andreas Gattinger, Miriam Athmann, Lutz Breuer, Michael Wachendorf oder Annette Reinecke.
Das Projekt ist langfristig angelegt und wird ab 2026 mit Millionenbeträgen von Bund und Ländern gefördert – ein starkes Signal für eine wissenschaftlich fundierte, praxisnahe und nachhaltig gedachte Umgestaltung der Landwirtschaft.