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Forschung im Rahmen des LOEWE-Zentrums DYNAMIC trägt zu FUTURE-D bei: Wellcome Trust fördert Forschungsverbund mit knapp sechs Millionen Euro

Der Wellcome Trust unterstützt den internationalen Forschungsverbund FUTURE‑D mit fast sechs Millionen Euro. Das Projekt, koordiniert von der Universitätsmedizin Frankfurt, entwickelt neue datenbasierte Ansätze, um schwere und chronische Verläufe von Depressionen früher zu erkennen und Behandlungen individueller auszurichten. damit Betroffene nicht mehr jahrelang verschiedene Therapien durchlaufen müssen, bis eine wirkt. Dazu kombiniert das internationale Konsortium aus sechs Ländern modernste Datenanalyse mit klinischer Expertise und großen Langzeitkohorten. Das Projekt startet im Herbst 2026 und baut auch auf Forschungsergebnissen aus LOEWE‑DYNAMIC auf.
Die Projektleitung betont den innovativen und ganzheitlichen Charakter des Vorhabens: FUTURE‑D soll es ermöglichen, depressive Erkrankungen nicht erst im Stadium schwerer Verläufe zu adressieren, sondern frühzeitig anhand belastbarer Warnsignale zu erkennen. „Mit FUTURE‑D wollen wir Depressionen künftig früher identifizieren und individueller behandeln. Die Förderung erlaubt es uns, modernste Datenwissenschaft mit klinischer Expertise und internationaler Zusammenarbeit zu verbinden“, erklärt Prof. Dr. Jonathan Repple, Professor für Prädiktive Psychiatrie und Geschäftsführender Oberarzt der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie der Universitätsmedizin Frankfurt. Auch Klinikdirektor Prof. Dr. Andreas Reif sieht in dem Verbund einen wichtigen Schritt hin zu einer stärker personalisierten Versorgung: FUTURE‑D stehe für einen Paradigmenwechsel, der die biologische, psychologische und soziale Komplexität depressiver Erkrankungen systematisch berücksichtigt und damit langfristig präzisere Therapieentscheidungen ermöglichen soll. Für FUTURE-D werden zwei der weltweit umfangreichsten Langzeitkohorten zur Depressionsforschung zusammengeführt: die Studien MACS und NESDA. Die Forschenden kombinieren dabei Methoden der Netzwerkforschung, der dynamischen Systemmodellierung und der Kontrolltheorie, um besser zu verstehen, wie depressive Erkrankungen entstehen, sich entwickeln und destabilisieren. Biologische und klinische Faktoren allein genügen dabei nicht: Auch psychosoziale Faktoren und die Perspektive Betroffener fließen in die Modelle ein. So sollen Erkenntnisse entstehen, die nicht nur wissenschaftlich belastbar, sondern auch direkt in der Versorgung nutzbar sind. Mit FUTURE-D baut die Universitätsmedizin Frankfurt ihre internationale Stellung in der translationalen Psychiatrie und der personalisierten Medizin weiter aus, mit dem Ziel, depressive Erkrankungen präziser vorherzusagen und Behandlungen wirksamer auf den einzelnen Menschen zuzuschneiden.
Für weitere Informationen wenden Sie sich an: Prof. Dr. Jonathan Repple Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie Universitätsmedizin Frankfurt, Telefon: +49 69 63 01 – 67 64, E-Mail: jonathan.repple@unimedizin-ffm.de Internet: www.unimedizin-ffm.de