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Grundlage für Diagnostik und Prävention geschaffen: Forscher:innen des ehemaligen LOEWE-Zentrums DRUID entschlüsseln, wie der Erreger des Läuserückfallfiebers das Immunsystem austrickst

Prof. Peter Kraiczy, Projektleiter bei LOEWE-DRUID und Leiter der Arbeitsgruppe „Borrelien“ am Institut für Medizinische Mikrobiologie und Krankenhaushygiene der Universitätsmedizin Frankfurt und der Goethe-Universität, hat gemeinsam mit Wissenschaftler:innen der Justus-Liebig-Universität Gießen fünf sogenannte Chi-Proteine von Borrelia recurrentis – dem Erreger des Läuserückfallfiebers – identifiziert und charakterisiert. Die Proteine helfen dem Bakterium, zentrale Mechanismen der angeborenen Immunabwehr zu umgehen und so im menschlichen Körper zu überleben.
Die Erkenntnisse schaffen nicht nur ein besseres Verständnis der Krankheitsentstehung. Sie haben bereits zur Entwicklung neuer diagnostischer Tests beigetragen und eröffnen Perspektiven für zukünftige Impfstoffansätze gegen eine der für den Menschen gefährlichsten Infektionskrankheiten.
Besonders erfreulich: Die Forschungsarbeiten wurden durch das LOEWE-Zentrum DRUID (2018–2024) des Landes Hessen gefördert. Das Zentrum hat erfolgreich die hessische Forschung im Kampf gegen vernachlässigte Tropenkrankheiten gestärkt.
Die aktuellen Ergebnisse zeigen eindrucksvoll, wie langfristige Forschungsförderung exzellente wissenschaftliche Zusammenarbeit ermöglicht und den Weg für konkrete Anwendungen in der globalen Gesundheitsforschung ebnet.