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„Centre for Synthetic Biology“ als LOEWE-Folgeprojekt

© Claudia Baier

Die TU Darmstadt startet mit einem neuen Zentrum in die zwanziger Jahre: Im „Centre for Synthetic Biology“ wird die Forschungskompetenz in synthetischer Biologie der TU gebündelt.  Verbunden wird die Erforschung von Verfahren zur Generierung genetischer Logikschaltkreise mit der Entwicklung von Ionen-leitenden Nanoporen, die neue Einsatzmöglichkeiten im Bereich Bioengineering eröffnen.

Die interdisziplinären Forschungsgruppen gehen aus den beiden ehemaligen LOEWE-Schwerpunkten CompuGene und iNAPO hervor und bilden die Grundlage für das Zentrum, in dem Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Bereichen Biologie, Chemie, Elektrotechnik, Materialwissenschaften, Physik, Maschinenbau und Philosophie zusammenarbeiten.

„Das Centre for Synthetic Biology steht beispielhaft dafür, wie die TU Darmstadt neue Wege in die Forschung auf Gebieten mit hohem Zukunftspotenzial erschließt.“ sagt TU-Präsidentin Tanja Brühl.

Der Sprecher des Zentrums Professor Heinz Kloeppl (ehemaliger Sprecher des LOEWE-Schwerpunkts CompuGene) ergänzt „Neben den Vorarbeiten durch CompuGene und iNAPO kann auch mein laufendes ERC Consolidator Projekt CONSYN gut zum Aufbau des Zentrums beitragen. Dabei geht es vor allem darum, die problematische Kontextabhängigkeit von genetischen Schaltkreisen in Computermodellen richtig abzubilden. Die Modelle können verwendet werden, um Schaltkreise robuster machen.“

Neben interdisziplinärer Forschung liegt ein Schwerpunkt des Centre of Synthetic Biology auch in der Unterstützung und Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchs: Im Rahmen der kürzlich etablierten Graduiertenschule „Life Science Engineering“ werden Promovierende aufgenommen. Zum Auftakt lädt das Zentrum zu einem internationalen Workshop zum Thema Synthetische Biologie am 23. – 24. April, 2020 an der TU Darmstadt ein.